
Kernfusion als Energiequelle: „Wir entkoppeln Energieversorgung vom Ressourcenbedarf“
Kernfusion als Energiequelle : „Wir entkoppeln Energieversorgung vom Ressourcenbedarf“ Von Ole Kaiser 04.05.2026, 10:50 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Markus Roth, Mitgründer von Focused Energy, im Labor...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kernfusion als Energiequelle : „Wir entkoppeln Energieversorgung vom Ressourcenbedarf“ Von Ole Kaiser 04. 2026, 10:50 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Markus Roth, Mitgründer von Focused Energy, im Labor des Kernfusionsunternehmens in Darmstadt Lucas Bäuml Der Mitgründer des Start-ups Focused Energy sieht zentrale Vorteile der Laserfusion gegenüber anderen Formen der Energiegewinnung.
Doch er braucht sehr viel Geld, um dies zu beweisen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wer an die Energieversorgung von morgen denkt, kommt an einer Frage nicht vorbei: Wie lässt sich eine resiliente, bezahlbare, verlässliche und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung schaffen, die Industrien wie Chemie, Stahl, Chipfertigung und Rechenzentren tragen kann? Vor diesem Hintergrund hätte es angesichts der aktuellen Weltlage keinen besseren Zeitpunkt geben können, die 123.
Die Einzelheiten
Wirtschaftsgespräche am Main einem Thema zu widmen, über das seit Jahrzehnten gesprochen wird: der Kernfusion. Markus Roth, Mitgründer und Chief Science Officer des Laserfusions-Start-ups Focused Energy, außerdem Professor für Laser- und Plasmaphysik an der Technischen Universität Darmstadt, skizzierte im Gespräch mit F. -Herausgeber Carsten Knop das Potential der Kernfusion.
Roths Unternehmen gilt als einer der entschiedenen Treiber der Laserfusion. Bei anderen Kernfusionsprojekten steht ein dünnes, magnetisch eingeschlossenes Plasma im Vordergrund. Focused Energy aber setzt auf die ultrakurze, hochintensive Kompression winziger Brennstoffkügelchen durch Laser.
Unterstützung von RWE Zuletzt hat sich auch RWE zu dem Projekt bekannt: Der Energiekonzern ist mit zehn Millionen Euro eingestiegen, weil er einen realistischen Weg darin sieht, ehemalige Kraftwerksstandorte für Laserfusion zu nutzen, wie Focused Energy es auf dem Gelände des früheren Atomkraftwerks Biblis plant. Insgesamt hat das Start-up bereits knapp 200 Millionen Euro eingesammelt und beschäftigt rund 150 Mitarbeiter, davon laut Roth viele namhafte Fusionsforscher aus aller Welt. Der Ausgangspunkt von Roths Argumentation: Eine nachhaltige Energieversorgung werde auch langfristig ohne grundlastfähige Kraftwerke nicht funktionieren, schließlich schwanke die Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenenergie stark.
Was Experten sagen
Um das Problem über die Speicherung von Strom in Batterien zu lösen, wären Investitionen von gut 3,8 Billionen Euro notwendig. Das sei in absehbarer Zeit kaum möglich. Die andere Möglichkeit: mehr nachhaltige Energie produzieren.
Vor diesem Hintergrund setzte Roth die Kernfusion ins Verhältnis zu konventionellen Energiequellen: Für ein Gigawatt Leistung im Jahr benötigten die entsprechenden Kraftwerke etwa 21. 000 Zugwaggons Kohle oder zehn Millionen Barrel Öl. Bei der Produktion von einem Gigawatt Strom in einem klassischen Kernkraftwerk falle ungefähr ein Zugwaggon voller Atommüll an.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





