
Kevin Warsh: Neuer Fed-Chef tastet den US-Leitzins vorerst nicht an
Entscheidung der US-Notenbank Neuer Fed-Chef tastet den Leitzins vorerst nicht an Erstmals ist der neue Fed-Chef Kevin Warsh bei der US-Notenbank für eine Zinsentscheidung verantwortlich. Forderungen von US-Präsident...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Entscheidung der US-Notenbank Neuer Fed-Chef tastet den Leitzins vorerst nicht an Erstmals ist der neue Fed-Chef Kevin Warsh bei der US-Notenbank für eine Zinsentscheidung verantwortlich. Forderungen von US-Präsident Donald Trump bleiben aber erstmal unerfüllt. 09 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Neuer Fed-Chef Kevin Warsh Foto: Evelyn Hockstein / Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Irankriegs rührt die US-Notenbank Federal Reserve ein weiteres Mal den Leitzins nicht an. Der Zentralbankrat stimmte geschlossen für eine erneute Zinspause.
Die Einzelheiten
Damit bleibt die Spanne zum vierten Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Nicht einmal der neue Fed-Chef Kevin Warsh wollte in seiner ersten Sitzung die von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkungen durchsetzen. Die Fed soll unabhängig von der Politik über den Leitzins entscheiden und damit einen Kompromiss zwischen Inflation und Vollbeschäftigung finden.
Das Problem: Lockert die Fed das Zinsniveau, dürfte das die Inflation zusätzlich anheizen – das will sie vermeiden. Zuletzt lag die Inflation in den USA bei 4,2 Prozent und damit weit über dem von der Fed angestrebten Ziel von zwei Prozent. Ökonomen fürchten, dass Trump über Warsh erheblichen Einfluss auf derartige Entscheidungen nehmen und indirekt eine lockerere Geldpolitik forcieren könnte.
Die eigentlich objektiven Zinsentscheidungen könnten damit politisch verfälscht werden. Trump dürfte genauestens darauf achten, wie sich sein Kandidat positioniert. Pausen bei der Zinssenkung2025 hatte die Fed aus Sorge um den Arbeitsmarkt den Leitzins dreimal um jeweils einen Schritt (25 Basispunkte) gesenkt.
Was Experten sagen
Bei den bisherigen drei Sitzungen im laufenden Jahr legte sie dann Pausen ein. Angesichts der unsicheren Weltlage bei zugleich erhöhter Inflation rücken Zinssenkungen in weite Ferne. Stattdessen scheint eine straffere Geldpolitik im Jahresverlauf wahrscheinlicher, um die Inflation in den Griff zu bekommen.
Grund dafür sind die Folgen des Irankriegs und die Blockaden in der Straße von Hormus. Entsprechend müssen Firmen derzeit viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben. Das belegen auch die Mai-Zahlen in der größten Volkswirtschaft: Für Energie musste 23,5 Prozent mehr gezahlt werden als vor einem Jahr.
Besonders stark war der Anstieg der Benzinpreise. Der Kraftstoff hat sich etwa 40 Prozent verteuert. Zudem war die Zahl der Beschäftigten in den USA im Mai überraschend um 172.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





