
KinderSchutz: Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
Eilmeldung Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige Von Michaela Wiegel, Paris 21.07.2026, 20:04Lesezeit: 4 Min. Unter 15-Jährige in Frankreich sollen bereits ab 1. September keine...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Eilmeldung Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige Von Michaela Wiegel, Paris 21. 2026, 20:04Lesezeit: 4 Min. Unter 15-Jährige in Frankreich sollen bereits ab 1.
September keine Social-Media-Konten mehr eröffnen können. dpaAus den Fehlern Australiens wollen die französischen Parlamentarier gelernt haben. Unter 15-Jährige sollen das Verbot nicht so leicht umgehen können.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Frankreich hat am Dienstag als erster EU-Staat ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beschlossen. Die Abgeordneten der Nationalversammlung wie auch die Senatoren stimmten dem Gesetz zu. Es handelt sich um einen von beiden Parlamentskammern ausgearbeiteten Kompromiss, der mit der EU-Kommission abgestimmt wurde.
Die Linkspartei LFI stimmte dagegen, mit der Begründung, das Verbot bedeute das Ende der Anonymität im Internet. Die Sozialisten enthielten sich. Präsident Emmanuel Macron hat ein Inkrafttreten am 1.
September versprochen. Unter 15-Jährige sollen dann keine Social-Media-Konten mehr eröffnen können. Für bestehende Konten gilt eine Übergangsfrist von vier Monaten.
Was Experten sagen
Januar sollen alle Konten von Kindern unter 15 Jahren gesperrt werden. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Frankreich hofft auf EU-weites VerbotFrankreich sieht sich in einer Vorreiterrolle und hofft, dass die nationale Gesetzgebung möglichst schnell von einem EU-weiten Verbot abgelöst wird.
„Dieses Gesetz mag zwar nicht perfekt sein“, sagte die Berichterstatterin des Regierungslagers, die Abgeordnete Laure Miller. „Aber untätig zu bleiben, bis die Lage sich klärt, ist auch keine Lösung. “ Bereits 2023 beschloss die Nationalversammlung ein Social-Media-Verbot, das aber nicht in Kraft treten konnte, da es gegen die europäische Verordnung über digitale Dienste (Digital Services Act) verstieß, die der EU Vorrang bei der Regulierung von Onlineplattformen einräumt.
Präsident Macron hat sich persönlich dafür eingesetzt, Kinder vor übermäßigem Social-Media-Konsum zu schützen. Das Verbot pries er als Hilfe zur Selbsthilfe an, da Eltern oftmals überfordert seien. „Aktuelle Erkenntnisse bringen eine übermäßige digitale Nutzung mit Problemen wie Angstzuständen, Depressionen, Schlafstörungen, erhöhter Aggressivität und, in schwereren Fällen, Suizidalität in Verbindung, insbesondere bei gefährdeten Jugendlichen“, argumentierte Macron in einem Gastbeitrag mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Ghebreyesus.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




