
Kokain: Junge Menschen konsumieren deutlich mehr als vor zehn Jahren
Aktuelle Drogenstudie Junge Menschen konsumieren mehr Kokain als vor zehn Jahren Fast jeder fünfte junge Erwachsene hat Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Der Bundesbeauftragte Hendrik Streeck warnt vor der...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Aktuelle Drogenstudie Junge Menschen konsumieren mehr Kokain als vor zehn Jahren Fast jeder fünfte junge Erwachsene hat Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Der Bundesbeauftragte Hendrik Streeck warnt vor der Verharmlosung von Kokain als »Party- oder Leistungsdroge«. 39 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Kokain Foto: Rolf Vennenbernd / dpa Junge Erwachsene in Deutschland konsumieren mehr Kokain als bislang. Das zeigen Zahlen der Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Die Einzelheiten
Demnach konsumierten im vergangenen Jahr 4,1 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Kokain, 2015 waren es noch 1,2 Prozent. Unter jungen Männern (5,7 Prozent) ist Kokain noch verbreiteter als unter jungen Frauen (2,4 Prozent). Für die Repräsentativbefragung wurden laut BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 Personen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren befragt.
Befragt wurden die jungen Menschen, ob sie in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einmal eine bestimmte Droge konsumierten. Außerdem spielte eine Rolle, welche Erfahrungen sie in ihrem Leben bereits mit illegalen Drogen machten und auch, mit welcher genau. »Schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche«Hendrik Streeck, Bundesbeauftragter für Sucht- und Drogenfragen, bezeichnet den Anstieg des Kokainkonsums als besonders alarmierend.
»Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge«, wird der CDU-Politiker in einer Mitteilung des Instituts zitiert. Das sei jedoch eine gefährliche Täuschung. »Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen.
Was Experten sagen
« Der Bericht verwies darauf, dass auch Abwasseranalysen im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in deutschen Städten auf eine Zunahme des Kokainkonsums in den vergangenen Jahren hindeuten. Mehr zum Thema Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten: Immer mehr Jugendliche vapen. Die Politik könnte mehr dagegen tun Von Judith Bootsmann Fast jede Woche wird in der EU eine neue Substanz entdeckt: »Es war noch nie so gefährlich, Drogen zu nehmen« Von Jörg Blech Stationärer Entzug: »Die Jugendlichen strengen sich hier an, und zwei Tage später rauchen sie wieder einen Joint« Von Heike Klovert Insgesamt haben laut der Studie 18,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen bereits Erfahrung mit einer illegalen Droge.
Besonders verbreitet: Lachgas, Ecstasy, Kokain und Amphetamin. Seit 1973 erforscht das BIÖG, vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), den Drogenkonsum junger Menschen. Die Legalisierung von Cannabis erschwert Vergleiche mit früher jedoch.
Gute Nachrichten bei den MinderjährigenAllerdings steigt der Konsum nicht in allen Altersgruppen. So gilt die Zunahme nicht für die Jugendlichen unter 18 Jahren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





