
Köln schafft den »Spielplatz« doch nicht ab
Monatelanger Streit Köln schafft den »Spielplatz« doch nicht ab Mit Hinweistafeln für »Spiel- und Aktionsflächen« zettelte die Stadt Köln vergangenen Sommer einen Kulturkampf an. Nun soll der Spielplatz-Streit befriedet...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Monatelanger Streit Köln schafft den »Spielplatz« doch nicht ab Mit Hinweistafeln für »Spiel- und Aktionsflächen« zettelte die Stadt Köln vergangenen Sommer einen Kulturkampf an. Nun soll der Spielplatz-Streit befriedet werden – mit neuen Schildern und einem alten Begriff. 54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Schild für einen sichtbar erleichterten Kölner Spielplatz, der auch künftig so heißen darf Foto: Federico Gambarini / dpa Wer sich in Kölner Sandkästen fragte, ob er künftig noch richtig ist, kann aufatmen: Die Stadtverwaltung möchte das Wort »Spielplatz« auf Schildern nun doch nicht ersetzen. Die heftig diskutierte Umbenennung der Anlagen zu »Spiel- und Aktionsflächen« ist damit vom Tisch.
Die Einzelheiten
Das geht aus einer städtischen Mitteilung hervor. »An der Bezeichnung Spielplatz wird weiterhin festgehalten«, heißt es in dem Schreiben, das vom Beigeordneten für Bildung, Jugend und Sport der Stadt, Robert Voigtsberger, unterzeichnet ist. Ein neues Design mit der klassischen Aufschrift »Spielplatz« ist dem Dokument gleich angehängt.
Mehrere Kölner Medien berichteten. Spiel- und Aktionsfläche für Kritiker Der Hintergrund reicht rund ein Jahr zurück. Im Sommer 2025 war in Köln aus einem vermeintlich kleinen Verwaltungsvorgang eine hitzige Diskussion geworden, inklusive Spott und Witzchen.
Der Komiker Guido Cantz etwa bezeichnete seine Heimat als »Hauptstadt der Bekloppten«. Die Kölner Verwaltung hatte ein neues Design für die Schilder an den mehr als 700 Spielplätzen der Stadt präsentiert. Auf das Wort »Spielplatz« wurde in dem Entwurf dabei bewusst verzichtet.
Was Experten sagen
Man wolle »dem erweiterten Inklusionsgedanken« Rechnung tragen, hieß es zur Begründung. Bei »Spielplatz« handle es sich um einen »eingrenzenden Begriff«. Die neuen Schilder sollten mit »Spiel- und Aktionsfläche« überschrieben sein.
Bild vergrößern Ehemals geplantes Schild Foto: Stadt Köln / dpa Fast zwei Jahre zuvor hatte der Kölner Jugendhilfeausschuss die städtische Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ein neues Spielplatzschild zu entwickeln. Zur Begründung hieß es dort, dass Spielplätze für Kinder, aber auch für Jugendliche da seien. Die veralteten Kölner Schilder suggerierten aber, dass Jugendliche sie nicht nutzen dürften.
Als die Debatte über die »Spiel- und Aktionsfläche« hochkochte, griff die damalige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) ein, bremste das Vorhaben aus und ging auf Distanz. Sie persönlich halte die Bezeichnung »Spielplatz« für klar und verständlich, teilte sie mit. Mittlerweile ist ihr Nachfolger Thorsten Burmester (SPD) im Amt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




