
Kolumbien: Rotes Kreuz meldet schlimmste Gewalt seit Jahren
Jahresbericht des Roten Kreuzes Kolumbien erlebt schlimmste Gewalt seit Jahren Theoretisch herrscht in Kolumbien seit 2016 Frieden. Faktisch befinden sich verschiedene Guerillagruppen weiterhin im Konflikt miteinander...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Jahresbericht des Roten Kreuzes Kolumbien erlebt schlimmste Gewalt seit Jahren Theoretisch herrscht in Kolumbien seit 2016 Frieden. Faktisch befinden sich verschiedene Guerillagruppen weiterhin im Konflikt miteinander und der Regierung. Und die Gewalt nimmt zu.
37 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Soldaten einer Spezialeinheit der Polizei in der kolumbianischen Stadt Envigado Foto: Jaime Saldarriaga / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Mindestens 235. 619 Menschen wurden im vergangenen Jahr in Kolumbien gezwungen, ihre Wohnorte zu verlassen, 965 Menschen durch Sprengkörper verletzt, 308 werden vermisst – laut dem Jahresbericht des Roten Kreuzes erlebt Kolumbien die schwersten humanitären Folgen von bewaffneten Konflikten seit einem Jahrzehnt. »Die humanitäre Lage 2025 ist das Ergebnis einer fortschreitenden Verschlechterung der Situation, vor der das IKRK seit 2018 warnt«, wird Olivier Dubois, Leiter der IKRK-Regionaldelegation in Bogotá, in dem Bericht zitiert.
»In der Folge verschärfen sich die Folgen für die Zivilbevölkerung zunehmend. « Mehr zum Thema Gewalt in Kolumbien: Bomben in Cali, Drohnenangriffe in Antioquia Nach US-Angriff auf Caracas: Kolumbien verstärkt Militärpräsenz an der Grenze zu Venezuela Linke Guerillakämpfer unter Verdacht: Polizeihubschrauber in Kolumbien abgeschossen – acht Tote Dabei war der Frieden im Land 2016 in langen Verhandlungen schwer errungen: Im mehr als 52 Jahre dauernden Bürgerkrieg zwischen marxistischen Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia, kurz FARC, rechten Paramilitärs und dem Militär waren mehr als 220. 000 Menschen ums Leben gekommen.
Was Experten sagen
Noch heute werden die Verbrechen aufgearbeitet, Vermisste in anonymen Gräbern identifiziert, ehemalige Guerilla-Kämpfer in ein ziviles Leben überführt. Doch schon länger ist Frieden in Teilen Kolumbiens wenig mehr als ein theoretisches Konzept. Bereits kurz nach der Unterzeichnung des Vertrags distanzierten sich einzelne Splittergruppen der Farc von den Vereinbarungen.
Diese von der Bevölkerung als »Dissidenten« bezeichneten Gruppen kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in einigen Regionen. Laut Rotem Kreuz stammt fast die Hälfte (46%) der durch Explosionen getöteten oder verletzten Menschen aus Cauca, zwei Drittel der Massenvertreibungen seien im Departamento Norte de Santander erfolgt. Die meisten Völkerrechtsverletzungen erfolgten nicht während Kampfhandlungen und beträfen hauptsächlich Zivilpersonen oder Gefangene.
Weitere Fälle ereigneten sich während der Kämpfe, wenn die Parteien nicht genügend Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um die Zivilbevölkerung zu schonen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





