
Konjunktur: Firmenpleiten in Westeuropa erreichen neue Höchststände
Anhaltende Konjunkturflaute Firmenpleiten in Westeuropa erreichen neue Höchststände Fast 200.000 Unternehmensinsolvenzen wurden 2025 in westeuropäischen Ländern gezählt, ein Achtel davon in Deutschland. Experten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Anhaltende Konjunkturflaute Firmenpleiten in Westeuropa erreichen neue Höchststände Fast 200. 000 Unternehmensinsolvenzen wurden 2025 in westeuropäischen Ländern gezählt, ein Achtel davon in Deutschland. Experten befürchten, dass sich der Trend eher verstärkt.
23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Insolvenzantrag: Doppelte Belastung Foto: Jonas Walzberg / dpa Die Wirtschaftskrise hat für Unternehmen in Westeuropa schwerwiegende Folgen – und für viele auch existenzielle.
Die Einzelheiten
Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform stieg die Zahl der Firmenpleiten im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung 2002. 2025 wurden demnach gut 197. 610 Insolvenzen gezählt, ein Plus in Höhe von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Es war der vierte Anstieg in Folge. »Die Krise ist nicht nur konjunkturell , sie ist strukturell. Ein schwacher Welthandel und geopolitische Risiken setzen Europas Unternehmen zu«, sagte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.
Zugleich lähmten hohe Energiepreise und Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen, vor allem im Vergleich mit den USA und China. »Diese doppelte Belastung frisst sich tief in die Substanz vieler Betriebe. « Für dieses Jahr wird eine weitere Zunahme der Fälle erwartet.
Was Experten sagen
»Europa entwickelt sich zunehmend auseinander« Experte Hantzsch Das Insolvenzniveau in Westeuropa liegt Hantzsch zufolge höher als nach der Finanzkrise 2008/2009. In den vergangenen Jahren stiegen die Zahlen deutlich. Zuletzt schwächte sich die Dynamik etwas ab, die Situation bleibt den Experten zufolge aber auf hohem Niveau.
Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Firmenpleiten in den meisten westeuropäischen Ländern zugenommen. Besonders stark fiel der Zuwachs in der Schweiz aus (+35,3 Prozent). Laut Creditreform geht dies in erster Linie auf eine Gesetzesänderung zu Jahresbeginn 2025 zurück.
Die Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Forderungen sei verschärft worden, heißt es. Dadurch sinke die faktische Hürde für Konkurse. Ein überdurchschnittlich hoher Anstieg der Insolvenzen wurde 2025 auch in Griechenland (+24,4 Prozent), Finnland (+12,1 Prozent) und Deutschland (+8,8 Prozent) verzeichnet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





