
Kritik an der Justiz: „Was macht dieser Staat mit uns?“
Kritik an der Justiz : „Was macht dieser Staat mit uns?“ Von Christoph Becker 20.07.2026, 18:53Lesezeit: 4 Min. „Wir waren unschuldig in allen Belangen“: Stephan Osnabrügge im Oktober vergangenen Jahres im Frankfurter...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Kritik an der Justiz : „Was macht dieser Staat mit uns? “ Von Christoph Becker 20. 2026, 18:53Lesezeit: 4 Min.
„Wir waren unschuldig in allen Belangen“: Stephan Osnabrügge im Oktober vergangenen Jahres im Frankfurter Landgericht. dpaStephan Osnabrügge, früherer Schatzmeister des DFB, wurde vom Vorwurf der Steuerhinterziehung freigesprochen. Sein Kampf für Gerechtigkeit geht weiter.
Die Einzelheiten
Über einen Prozess, in dem es nur Verlierer gab. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Seit fast einem halben Jahr ist Stephan Osnabrügge ein freigesprochener Mann. Seit fast einem halben Jahr ist der frühere Schatzmeister des größten Einzelsportverbandes der Welt, des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), der Mann hinter dem Aktenzeichen 7550 Js 216841/20.
Der Mann, mit dessen Namen sich spätestens seit dem 4. Februar, dem Freispruch durch die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt, die Frage verbindet, wie weit Strafverfolger gehen dürfen und was sie aufs Spiel setzen, wenn sie Verfahren durchdrücken, an deren Ende ein solcher Freispruch steht.
„Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme bestehen keinerlei Anhaltspunkte für eine strafbare Steuerhinterziehungshandlung“, heißt es auf Seite 13 des Urteils der Vorsitzenden Richterin Eva-Marie Distler. „Dieser Freispruch ist eindeutig, klar und ohne jede Einschränkung. Er erfolgt aus voller Überzeugung“, hatte Distler damals gesagt.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen „Razzia in Wild-West-Manier“Alle Vorwürfe sind widerlegt. Und doch: Heute, ein knappes halbes Jahr nach dem Freispruch, sagt Osnabrügge: „Wenn Sie mich fragen, wie es mir geht damit, dann sage ich Ihnen: Mir geht es nicht gut damit.
“ Osnabrügge ist 55 Jahre alt, Anwalt in Bonn. Knapp sechs Jahre lang, von April 2016 bis März 2022, war er Schatzmeister des DFB. Seit knapp sechs Monaten, seit dem Freispruch vom Februar, geht es ihm darum, Wiedergutmachung zu bekommen.
Nicht um finanzielle Restitution geht es ihm, sondern um die Antwort auf eine Frage, die Osnabrügge so formuliert: „Was macht dieser Staat mit uns? “„Dieser Staat“, die Staatsanwaltschaft Frankfurt, hatte im Oktober 2020 mehr als 200 Beamte geschickt, die Wohnungen und Häuser von einem halben Dutzend damaliger DFB-Funktionäre durchsuchten. Und als sie an der DFB-Zentrale in Frankfurt ankamen, seien die Fernsehteams schon vor Ort gewesen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



