
Kritik an Katherina Reiche: Energieverband BDEW fordert den Stromnetz-Turbo
Überlastete Stromleitungen Energiewirtschaft verliert die Geduld mit der Bundesregierung Der Energieverband BDEW ist offenbar unzufrieden mit der Politik von Wirtschaftsministerin Reiche. Der Ausbau der Stromnetze müsse...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Überlastete Stromleitungen Energiewirtschaft verliert die Geduld mit der Bundesregierung Der Energieverband BDEW ist offenbar unzufrieden mit der Politik von Wirtschaftsministerin Reiche. Der Ausbau der Stromnetze müsse massiv beschleunigt werden, heißt es in einem Positionspapier. Der Handlungsdruck ist enorm.
Von Markus Becker und Gerald Traufetter 18. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ministerin Reiche beim BDEW-Kongress: »Wichtig ist, dass wir den Stromnetzausbau vorantreiben« Foto: Soeren Stache / dpa Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Katherina Reiche klagt gern über die unzureichenden Stromnetze.
Rund drei Milliarden Euro koste es pro Jahr, Wind- und Solarkraftwerke abzuregeln und Gaskraftwerke an anderer Stelle zu aktivieren – wegen überlasteter Netze. Es sei einfacher, erneuerbaren Strom einzuspeisen, anstatt »sich Gedanken zu machen, ob das Netz aufnahmefähig ist«, sagte die Wirtschaftsministerin kürzlich beim Kongress des Bundesverbands der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. »Wichtig ist, dass wir den Stromnetzausbau vorantreiben.
« Ein »konsequenter Leitungsausbau« sei einer der »wichtigsten Hebel, um die Energiewende erfolgreich zu machen«. Das sieht man beim BDEW ähnlich. Allein: Was Reiche tut und was sie sagt, ist nicht immer deckungsgleich.
Was Experten sagen
Bisher fiel die Ministerin vor allem mit dem Versuch auf, den Ausbau erneuerbarer Energien zu drosseln – etwa indem sie Zuschüsse für nicht abgenommenen Strom streicht. Vom Netzausbau ist dagegen wenig zu sehen. Der BDEW übt daran jetzt heftige Kritik – ohne die CDU-Ministerin beim Namen zu nennen.
In einem Positionspapier, das dem SPIEGEL vorliegt, fordert der Lobbyverband eine massive Beschleunigung des Netzausbaus – unter anderem, indem Umweltprüfungen verkürzt werden. »Der Gesetzgeber muss Maßnahmen ergreifen, die zu einer spürbaren Beschleunigung des Netzausbaus schnell und wirksam beitragen«, heißt es in dem Schreiben. Bild vergrößern Hochspannungs-Erdkabel: Schleppender Ausbau Foto: Martin Gerten/ dpa Der Druck ist groß.
Hunderte Gigawatt an Speichern, Erneuerbare-Energien-Anlagen, Industrieprojekten und Rechenzentren warten auf einen Netzanschluss, heißt es in einer aktuellen Ausarbeitung des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft. Derzeit, so kritisiert auch der BDEW, dauere es zehn Jahre, bis eine 110-Kilovolt-Leitung fertiggestellt sei. Dies sei »für einen Industriestandort wie Deutschland inakzeptabel«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





