
Kritik an Minister: „Teuerste Tierquälerei der Geschichte“
Kritik an Minister : „Teuerste Tierquälerei der Geschichte“ Von Julian Staib, Hamburg 18.05.2026, 18:49Lesezeit: 4 Min. Vor der dänischen Insel Anholt: Eine Tierärztin und ein Helfer begutachten den toten Wal.dpaDie...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kritik an Minister : „Teuerste Tierquälerei der Geschichte“ Von Julian Staib, Hamburg 18. 2026, 18:49Lesezeit: 4 Min. Vor der dänischen Insel Anholt: Eine Tierärztin und ein Helfer begutachten den toten Wal.
dpaDie Kritik am zuständigen Minister nach der gescheiterten Walrettung wächst. Doch Till Backhaus (SPD) will nicht ausschließen, noch einmal so zu handeln. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach der gescheiterten Walrettung wächst die Kritik an Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD).
Die Einzelheiten
Der Rettungsversuch sei die „teuerste Tierquälerei, die wir bisher in Deutschland erlebt haben“, gewesen, sagt der CDU-Vorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters. Den Aktivisten sei es nicht um das Tier gegangen, sondern um einen guten Auftritt in sozialen Medien. Backhaus sei ihnen gefolgt und habe sich zu stark von seinen Emotionen treiben lassen, anstatt auf den Rat von Fachleuten zu hören, so Peters.
Der Buckelwal war kürzlich vor der dänischen Insel Anholt angespült worden. Zuvor war er von einer Gruppe von Aktivisten und Tierschützern in einer Barge in das Kattegat gebracht worden. Das geschah entgegen der Empfehlung von Wissenschaftlern und wurde trotzdem von Backhaus unterstützt.
Backhaus war elfmal „am Wal“Bei der Aktion wurde der Wal Berichten zufolge verletzt, so soll er sich Schürfwunden zugezogen haben. Offenbar verendete das Tier dann kurz nach seiner Freilassung. Backhaus hatte sich selbst sehr stark bei dem Thema eingebracht und das wiederholt mit sehr emotionalen Worten begründet.
Was Experten sagen
Nachdem der Wal vor Wismar gestrandet war, war er mehrmals vor Ort, übernachtete sogar dort. „Ich war elfmal direkt am Wal. Wenn man einem Wal einmal in die Augen geschaut hat, ist man ein anderer Mensch“, sagte er dazu.
Zunächst hatte Backhaus vom Meeresmuseum in Stralsund und dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) ein Gutachten erstellen lassen. In diesem hieß es, die Überlebenschancen bei einem Rettungsversuch seien zu gering. Trotzdem ließ Backhaus dann den Rettungsversuch zu, der von mehreren Unternehmern unterstützt wurde.
Am Wochenende teilte Backhaus dazu mit, die Wissenschaftler hätten nicht ausschließen können, dass der Wal trotz seines sicher schlechten Gesundheitszustandes überleben könnte. „Deswegen hat mein Haus entschieden, den Bergungsversuch zu dulden. “ Dieser sei keine Wissenschaftskritik; er halte es für „absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





