
Kritik an US-Militärplänen: "Wir schwächen uns damit"
Neue US-Militärplänen in Deutschland "Wir schwächen uns damit" Stand: 04.05.2026 • 09:29 Uhr Der US-Truppenabzug und der Verzicht auf die Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern stoßen in Deutschland weiter auf...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Neue US-Militärplänen in Deutschland "Wir schwächen uns damit" Stand: 04. 2026 • 09:29 Uhr Der US-Truppenabzug und der Verzicht auf die Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern stoßen in Deutschland weiter auf Kritik. Der CDU-Politiker Kiesewetter fordert die Entwicklung einer Alternative - mit einem anderen Staat.
Der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter hat die Nicht-Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern in Deutschland als "Riesenfehler" bezeichnet. Der Verzicht der Amerikaner, konventionelle Mittelstreckenraketen zu stationieren, um einer nuklearen Bedrohung aus Russland entgegenzuwirken, sei "für unsere Sicherheit relevant", sagte Kiesewetter im ARD - Morgenmagazin. Kiesewetter nannte den Verzicht auf die "Tomahawk"-Stationierung "viel gravierender" als den angekündigten Abzug Tausender US-Soldaten aus der Bundesrepublik.
Die Einzelheiten
Dieser sei lange angekündigt und geplant gewesen. Dies sei das "eigentlich schwierige Signal", so Kiesewetter: "Wir schwächen uns damit. " Marschflugkörper sind - im Gegensatz zu ballistischen Raketen - komplett lenkbar und werden permanent angetrieben.
In diese Kategorie fallen etwa die "Taurus"-Rakete der Bundeswehr oder das bereits in der Ukraine eingesetzte "Storm-Shadow"-System. Auswirkungen eines möglichen US-Truppenabzugs aus Deutschland: Roderich Kiesewetter, CDU Morgenmagazin, Das Erste, 04. 2026 • 07:00 Uhr Kiesewetter fordert Entwicklung einer Alternative Dass es nun keine "Tomahawk"-Marschflugkörper in Deutschland geben soll, verletzt aus Sicht von Kiesewetter die Sicherheitsinteressen der NATO.
"Aber viel wichtiger ist, dass es ein Signal an Putin ist, denn er hat 2017 den Mittelstreckenraketenvertrag gebrochen", sagte Kiesewetter. Man habe mehrere Jahre auf russische Signale gewartet, ob man darüber verhandeln könne, so Kiesewetter. "Russland verhandelt nichts, sondern schafft Fakten", fuhr er fort.
Was Experten sagen
"Und dass wir jetzt quasi eine Nachrüstung, eine konventionelle Nachrüstung aufgeben, ist ein Riesenfehler", so der Verteidigungspolitiker. Der Ausweg sei, "gemeinsam mit der Ukraine so etwas zu entwickeln, um dann bis 2030 solche Systeme verfügbar zu haben". Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Sonntag bestätigt, dass die von Trumps Amtsvorgänger Joe Biden zugesagte Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern zunächst nicht erfolgen werde .
"Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug", sagte Merz. Der Zug für eine Stationierung sei aber "nicht abgefahren". 2026 Abschreckung Russlands Keine "Tomahawk"-Stationierung - was das bedeuten würde Dass Trump offenbar auch die geplante Stationierung von "Tomahawk"-Marschflugkörpern abgesagt hat, sei dramatisch, so Experten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





