
Kurioser Lexikoneintrag: Den Fußball erfanden die Briten – oder doch nicht?
Kurioser Lexikoneintrag : Den Fußball erfanden die Briten – oder doch nicht? Von Jannis Koltermann 02.07.2026, 14:56Lesezeit: 3 Min. Sieht antik aus, ist aber gar nicht so alt: Eine Tipkickfigur mit abgeblättertem...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kurioser Lexikoneintrag : Den Fußball erfanden die Briten – oder doch nicht? Von Jannis Koltermann 02. 2026, 14:56Lesezeit: 3 Min.
Sieht antik aus, ist aber gar nicht so alt: Eine Tipkickfigur mit abgeblättertem LackPlainpictureSokrates als Goalgetter: Das gibt es eigentlich nur bei Monty Python. Doch der Historiker Mischa Meier schaffte es, den „antiken Fußball“ in ein berühmtes Lexikon zu schmuggeln. Wie konnte es dazu kommen?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Was haben die Römer je für uns getan? Den Fußball haben sie uns jedenfalls nicht gegeben; den haben bekanntlich die Briten im 19. Jahrhundert erfunden.
Zwar kannte man in der Antike einige in zwei Mannschaften ausgetragene Ballspiele wie das griechische Episkyros oder das römische Harpastum. Doch glichen diese, wenn überhaupt, eher dem heutigen Handball oder Rugby und erreichten nie die Popularität von Laufwettbewerben oder Wagenrennen. Aristoteles als Libero und Sokrates als Goalgetter – das gibt es nur beim „Philosophenfußball“ von Monty Python.
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Was Experten sagen
Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Oder doch nicht? Schlägt man im „Neuen Pauly" nach, dem renommiertesten Fachlexikon der Altertumswissenschaften, so findet man im ersten Band einen Eintrag unter „Apopudobalia“ (zu deutsch: „Vom-Fuß-weg-Schleudern“).
Das sei eine antike Sportart gewesen, heißt es dort, „wohl eine frühe Vorform des neuzeitlichen Fußballspiels“. In den „Gymnastika“ des Achilleus Taktikos sei sie schon für das frühe 4. Jahrhundert vor Christus in Korinth belegt.
Von ihrer späteren Popularität in Rom zeuge die Erwähnung einiger Spieler in der pseudo-ciceronischen Schrift „De viris illustribus“ („Über berühmte Männer“). Durch römische Legionäre sei Apopudobalia schließlich nach Britannien gelangt, von wo aus sich die Sportart – von christlichen Autoren lange bekämpft – im 19. Jahrhundert unter neuem Namen abermals ausgebreitet habe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




