
Lars Klingbeil im ARD-Sommerinterview: »Pragmatische Umsetzung« von Krankschreibungsregeln gefordert
ARD-Sommerinterview Vizekanzler Klingbeil wünscht sich Pragmatismus bei Krankschreibung »Ihr müsst euch nicht krank zum Arzt schleppen«: Lars Klingbeil plädiert für eine pragmatische Umsetzung der neuen Regeln zur...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. ARD-Sommerinterview Vizekanzler Klingbeil wünscht sich Pragmatismus bei Krankschreibung »Ihr müsst euch nicht krank zum Arzt schleppen«: Lars Klingbeil plädiert für eine pragmatische Umsetzung der neuen Regeln zur Arbeitsunfähigkeit. Das Reformpaket der Koalition verteidigt der SPD-Chef: Nichts tun wäre das Schlimmste. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Finanzminister Klingbeil beim ARD-Sommerinterview: »Ein kleines Stück Weg geschafft, aber noch nicht mehr« Foto: Fabian Sommer / dpa Auf 34 Maßnahmen haben sich Union und SPD geeinigt. Wer denke, diese seien zu hundert Prozent so, wie Lars Klingbeil denkt, der verstehe nicht, »wie Kompromissfindung und Demokratie in diesem Land funktionieren«.
Die Einzelheiten
So verteidigte Lars Klingbeil das jüngste Reformpaket der Bundesregierung im ARD-»Sommerinterview«. Einige der Reformpunkte waren kritisiert worden, der SPD war vorgeworfen worden, wichtige Positionen aufgegeben zu haben. Der SPD-Vorsitzende Klingbeil räumte ein, dass die Beschlüsse Belastungen für alle Menschen bringen würden.
»Wir werden den Menschen etwas abverlangen müssen«, sagte er. Aber: »Nichts tun und unser Land einfach in diesem Status quo belassen, und dieser Status quo hat sich ja über 20 Jahre aufgebaut, das wäre das Schlimmste, was man diesem Land gerade antun könnte. « Die Maßnahmen seien wegen des Reformstaus in Deutschland notwendig.
»Auch vieles für Arbeitnehmer drin«Besonders umstritten sind die geplanten neuen Regelungen zur Krankschreibung. Demnach werde die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinung zukünftig schon ab dem ersten Krankheitstag vorgeschrieben. Mehr zum Thema Reformpaket der Koalition: Wie Schwarz-Rot in das Krankenschein-Fiasko stolperte Von Paul-Anton Krüger, Andreas Niesmann, Christian Teevs und Gerald Traufetter Kritik von Opposition und Verbänden: »Vernünftige« Umsetzung der Krankschreibungspflicht – Merz und Klingbeil verteidigen Reformpaket Lars Klingbeil plädierte für eine »pragmatische Umsetzung« der Krankschreibungsregeln.
Was Experten sagen
»Ihr müsst euch nicht krank zum Arzt schleppen«, sagte der Vizekanzler an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerichtet. Man brauche die Bescheinigung für den ersten Tag, müsse sie aber nicht am ersten Tag holen. Daneben sprach er sich dafür aus, betriebliche oder tarifrechtliche Regelungen zu finden.
In den Beschlüssen sei »auch vieles für Arbeitnehmer drin«, sagte Klingbeil. So würden Familien steuerlich entlastet und Sonn- und Feiertagszuschläge stärker steuerlich begünstigt. Zudem wolle die Koalition den Kurs gegenüber China »robuster gestalten«.
Dies sei »mittel- und langfristig ganz wichtig« für die »Industriearbeitsplätze in diesem Land«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





