
Machtkampf bei Labour: Und wieder geht es um den Brexit
Machtkampf bei Labour : Und wieder geht es um den Brexit Von Johannes Leithäuser, London 17.05.2026, 16:46Lesezeit: 4 Min. Demonstranten gingen am Samstag nach einem Aufruf des Rechtsextremisten Robinson in London auf...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Machtkampf bei Labour : Und wieder geht es um den Brexit Von Johannes Leithäuser, London 17. 2026, 16:46Lesezeit: 4 Min. Demonstranten gingen am Samstag nach einem Aufruf des Rechtsextremisten Robinson in London auf die Straßen.
EPADie Konkurrenten Keir Starmers stecken ihre Themen ab: Einer will zurück in die EU, der andere zurück in die Achtziger. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Führungskrise der Labour-Partei wird die britische Regierung voraussichtlich bis weit in den Sommer hinein lähmen – und einen grundlegenden Richtungsstreit in der Regierungspartei mit sich bringen. Der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, hat deutlich gemacht, er wolle sich für die Führung von Partei und Regierung bewerben.
Die Einzelheiten
Doch er muss zunächst wieder Mitglied des Unterhauses werden, um den Bewerber-Status zu erringen. Dafür hat der Labour-Parteivorstand mit seiner Entscheidung, Burnhams Kandidatur für eine Nachwahl im Wahlkreis Makerfield zuzulassen, den Weg frei gemacht. Daher kann eine Urwahl des neuen Labour-Anführers erst Ende Juni beginnen, nachdem die Nachwahl in Makerfield entschieden ist.
Die Prozedur dürfte sich dann bis in den August hinziehen. Es zeichnet sich ab, dass mindestens drei Wettbewerber um die Labour-Parteiführung, und damit um das Premierministeramt, gegeneinander antreten werden. Neben Burnham hat Amtsinhaber Starmer mitgeteilt, er werde es mit jedem Konkurrenten aufnehmen.
Außerdem gab der bisherige Gesundheitsminister Wes Streeting am Wochenende bekannt, er wolle auf jeden Fall für die Führung von Partei und Regierung kandidieren. Streeting: Brexit war ein katastrophaler FehlerDer Führungswettstreit wird zudem eine grundlegende Programmdebatte in der Regierungspartei erzeugen, denn die Konkurrenten des Premierministers Sir Keir Starmer stehen für weit auseinanderliegende politische Positionen. Während Starmer seine politischen Ziele für die nächsten Monate gerade in der Thronrede des Königs für das neue Parlamentsjahr formuliert hat, nutzen Streeting und Burnham das Wochenende für erste Wahlkampf-Auftritte.
Was Experten sagen
Streeting, der aus dem sozialdemokratisch-liberalen „New Labour“-Lager stammt, stellte in Aussicht, Großbritannien solle „eines Tages wieder in die Europäische Union zurückkehren“. Er nannte den Austritt aus der EU vor einem Jahrzehnt „einen katastrophalen Fehler“. Starmer hatte in der vergangenen Woche gleichfalls eine „weitere Annäherung“ an die EU angekündigt, jedoch versichert, die bisherigen „roten Linien“ seiner Partei – weder Beitritt zur Zollunion noch zum EU-Binnenmarkt – blieben bestehen.
Burnham hatte einst bekundet, er hoffe, eine Rückkehr des Vereinigten Königreiches in die EU „noch selbst zu erleben“, aber er widmete sich am Wochenende bei seinem ersten Wahlkampftermin in Makerfield anderen Themen. Er sagte, das Land steuere seit vier Jahrzehnten in eine falsche Richtung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





