
Mario Voigt: »FAZ« löscht Gastbeitrag nach KI-Hinweisen
Verdacht gegen Thüringens Ministerpräsidenten »FAZ« löscht Gastbeitrag von Mario Voigt nach KI-Hinweisen Das Portal »Frag den Staat« hat Auffälligkeiten in Texten von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt entdeckt....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Verdacht gegen Thüringens Ministerpräsidenten »FAZ« löscht Gastbeitrag von Mario Voigt nach KI-Hinweisen Das Portal »Frag den Staat« hat Auffälligkeiten in Texten von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt entdeckt. Weil die Staatskanzlei Fragen auswich, löschte die »FAZ« nun einen Gastbeitrag. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Mario Voigt Foto: David Hammersen / dpa Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« hat einen Gastbeitrag des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) von ihrer Website entfernt. Grund ist der Verdacht, der Text könne mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden sein.
Die Einzelheiten
Das teilte die Zeitung mit. Der Beitrag zum Thema Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche war im vergangenen Sommer in der Printausgabe erschienen und bis zuletzt auf faz. Das Portal »Frag den Staat« habe nun Hinweise gefunden , dass der Text mit KI geschrieben worden sein könnte, schrieb die »FAZ«.
Die Staatskanzlei Thüringen habe auf entsprechende Fragen der Zeitung nur ausweichend geantwortet. Daraufhin habe die Redaktion den Beitrag online depubliziert und im Archiv gesperrt. Anfang Juni war bekannt geworden, dass ein Gastbeitrag von Voigt und dem sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) für die Zeitung »Die Welt« mithilfe generativer KI erstellt worden sein soll.
Die Staatskanzlei räumte damals ein, KI sei eingesetzt worden, bestätigte aber nicht, dass der Text vollständig KI-generiert war. Mehr zum Thema Neuer Ministerpräsident in Thüringen: Mario Voigts Tag des Triumphs Aus Erfurt berichtet Steffen Winter Ethiker über Gefahr für die Demokratie: »Wir sollten unbedingt aufhören, der KI alles zuzutrauen« Von Torsten Kleinz und Kim Staudt Uno-Studie zum Energieverbrauch: Wie sehr schaden Sie der Umwelt, wenn Sie der KI eine Frage stellen? Von Martin Schlak Die »FAZ« verwies auf ihre KI-Regeln: Man veröffentliche keine Originalbeiträge mit von KI generiertem Text – außer, die KI-Nutzung sei selbst Thema des Beitrags und werde offengelegt.
Was Experten sagen
Das gelte auch für externe Gastbeiträge; die Redaktion verlasse sich darauf, dass Texte »menschengemacht« seien und Zitate stimmten. Die Staatskanzlei teilte der Zeitung demnach lediglich mit, man nutze KI-Anwendungen als unterstützendes Werkzeug, und für Texte, die unter Nutzung von KI-Systemen erstellt wurden, gebe es keine Kennzeichnungspflicht. »Diese Einlassung genügt uns als Antwort nicht«, schrieb die »FAZ«.
Voigt führt in Thüringen seit gut eineinhalb Jahren eine Koalition aus CDU, BSW und SPD, die im Landtag aber keine Mehrheit hat und auf das Verhalten der Opposition angewiesen ist. Politisch steht Voigt seit Monaten wegen Plagiatsvorwürfen unter Druck. Die TU Chemnitz entzog ihm nach einer Überprüfung seiner Dissertation den Doktortitel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




