
Marla Svenja Liebich: Tschechisches Gericht vertagt Entscheidung über mögliche Auslieferung von Rechtsextremist
Prozess in Pilsen Neonazi Liebich wird vorerst nicht ausgeliefert und bleibt in tschechischem Gefängnis Die Entscheidung über seine Auslieferung ist überraschend vertagt: Neonazi Marla Svenja Liebich harrt weiter in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prozess in Pilsen Neonazi Liebich wird vorerst nicht ausgeliefert und bleibt in tschechischem Gefängnis Die Entscheidung über seine Auslieferung ist überraschend vertagt: Neonazi Marla Svenja Liebich harrt weiter in Tschechien aus. Die deutsche Staatsanwaltschaft gibt sich gelassen. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Liebich in Pilsen vor Gericht Foto: Michal Cizek / Das Landgericht im tschechischen Pilsen hat die Entscheidung über eine mögliche Auslieferung von Neonazi Marla Svenja Liebich vertagt. Die Verkündung einer Entscheidung wurde am ersten Verhandlungstag nach zwei Stunden ohne Angaben von Gründen auf den 1.
Die Einzelheiten
Liebich hatte am Montag unter anderem vor Gericht ausgesagt, er befürchte, in einem deutschen Gefängnis ums Leben zu kommen. Der Rechtsextremist war im Juli 2023 – damals noch als Sven Liebich – vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Zum Haftantritt war er jedoch nie erschienen, stattdessen floh er und wurde erst nach monatelanger europaweiter Fahndung Anfang April dieses Jahres von tschechischen Beamten festgenommen.
Seitdem sitzt er in Tschechien in Haft. Eine Auslieferung lehnte er ab. Antrag auf Auslieferung aus HalleAuf deutscher Seite ist die Staatsanwaltschaft in Halle für den Fall zuständig.
Sie hatte einen Antrag auf Auslieferung gestellt. Auch nach dem ersten Prozesstag ging der hallesche Staatsanwalt Dennis Cernota weiter davon aus, dass es bei dem Prozess zu keinen größeren Problemen kommt. »Das ist ein geübtes System zwischen europäischen Ländern.
Was Experten sagen
Das klappt in der Regel recht reibungslos«, so Cernota. Ihm zufolge prüft das Gericht unter anderem, ob Polizei und Staatsanwaltschaft in den vergangenen Monaten richtig agiert haben. Mehr zum Thema SPIEGEL Shortcut zum Selbstbestimmungsgesetz: Frau Neonazi?
Das folgt aus dem Fall Liebich Moderiert von Regina Steffens Sächsische Ministerin über entwischten Neonazi Liebich: »Es ist genau das passiert, wovor im Vorfeld gewarnt wurde« Ein Interview von Juliane Löffler Mutmaßlicher Missbrauch durch Neonazi: Worum es beim Streit über das Selbstbestimmungsgesetz geht Von Felix Keßler, Livia Sarai Lergenmüller und Juliane Löffler Viele Medien, auch der SPIEGEL, hatten über Liebichs früheren Vornamen »Sven« und seine Vergangenheit als männlicher Neonazi berichtet. Liebich forderte unter anderem Schmerzensgeld wegen angeblicher Verletzung der Persönlichkeitsrechte als trans Person, zog seine Forderungen aber schlussendlich wieder zurück.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





