
Medikamente und Arzneimittel: EU reagiert auf Engpässe mit mehr Produktion in Europa
Bessere Medikamentenversorgung EU möchte mehr wichtige Medikamente in Europa herstellen Viele Arzneimittel für den europäischen Markt kommen aus Asien. Um Knappheiten bei Fiebersaft oder Antibiotika künftig zu...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bessere Medikamentenversorgung EU möchte mehr wichtige Medikamente in Europa herstellen Viele Arzneimittel für den europäischen Markt kommen aus Asien. Um Knappheiten bei Fiebersaft oder Antibiotika künftig zu vermeiden, will die Europäische Union nun europäische Hersteller bevorzugen. 11 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Blister mit Tabletten: neue Regeln gegen Versorgungsengpässe Foto: Monika Skolimowska / dpa In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Engpässen in Apotheken bei bestimmten Medikamenten. Nun haben sich EU-Unterhändler in Brüssel auf Regeln geeinigt, um die Produktion von Arzneimitteln leichter mit öffentlichen Geldern unterstützen zu können.
Die Einzelheiten
Das teilten die Vertreter des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten mit. Europa soll dadurch weniger abhängig von einzelnen Lieferanten und der Herstellung außerhalb des Kontinents werden. Menschen in Europa konnten in den vergangenen Jahren manche Medikamente zeitweise nicht mehr in der Apotheke kaufen.
Betroffen waren etwa Schmerzmittel, Antibiotika oder Fiebersäfte für Kinder. »Die Patienten sollten sich keine Sorgen darüber machen müssen, ob wichtige Arzneimittel wie Antibiotika in ihrer Apotheke oder ihrem Krankenhaus verfügbar sind«, teilte der zyprische Gesundheitsminister, Neophytos Charalambides, mit. Sein Land hat derzeit die rotierende EU-Ratspräsidentschaft inne.
Bevor die Regeln in Kraft treten können, müssen sie noch vom Europaparlament und den EU-Staaten bestätigt werden. Normalerweise gilt das als Formsache, wenn sich die Unterhändler der Institutionen zuvor auf einen Kompromiss geeinigt haben. Anreize für heimische ProduktionEin Baustein der neuen Regeln betrifft die Vergabe öffentlicher Aufträge.
Was Experten sagen
Im Fall von wichtigen Arzneimitteln, bei denen es eine hohe Abhängigkeit von einem oder wenigen Ländern gibt, sollen hierbei künftig grundsätzlich in Europa hergestellte Medikamente bevorzugt werden. So sollen Anreize für sichere Lieferketten geschaffen werden. Die vorläufige Einigung sieht vor, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, diese Medikamente zu bevorzugen.
»Dazu gehört, dass Lieferanten proportional zu dem Anteil der in der EU hergestellten Arzneimittel und deren pharmazeutischer Wirkstoffe vergütet werden«, teilte das Parlament mit. Sogenannte strategische Projekte sollen zudem schneller genehmigt werden und schneller Zugang zu Förderung bekommen. Mehrere Länder können sich zudem zusammenschließen und gemeinsam wichtige Medikamente beschaffen.
Das betrifft unter anderem Arzneimittel für seltene Erkrankungen, bei denen sonst laut Kommission der Markt versagt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





