
Mercosur-Abkommen tritt in Kraft: Neue Chancen, neue Unsicherheit
Mercosur-Freihandelsabkommen Neue Chancen, neue Unsicherheit Stand: 01.05.2026 • 09:42 Uhr Nach jahrzehntelangen Verhandlungen ist das Mercosur-Abkommen der EU mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vorläufig...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mercosur-Freihandelsabkommen Neue Chancen, neue Unsicherheit Stand: 01. 2026 • 09:42 Uhr Nach jahrzehntelangen Verhandlungen ist das Mercosur-Abkommen der EU mit Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vorläufig in Kraft getreten. Die Vereinbarung schafft neue Möglichkeiten - löst aber auch Ängste aus.
Von Anne Herrberg , ARD Rio de Janeiro Hier, in dicken Holzfässern in der Destillerie Magnifica, auf einer Farm drei Autostunden von Rio de Janeiro entfernt, lagert Brasiliens berühmteste Spirituose. Raul de Freitas und sein Team stellen Cachaça her, die Basis für jede gute Caipirinha. "Wir sind wirklich sehr zuversichtlich, was das Abkommen angeht", sagt er.
Die Einzelheiten
"Ich glaube, es wird Brasilien auf die Landkarte setzen. Und mit ein wenig Glück werden künftig viele Menschen mehr in Europa guten Cachaça trinken. " Cachaça ist nur eines von vielen Produkten, für die nun Zölle wegfallen, wenn sie in die EU exportiert werden, genauso wie auf Orangensaft, Kaffee oder Schuhe aus Brasilien.
Umgekehrt gilt das auch für EU-Produkte wie Medikamente gegen Alzheimer oder Flugzeugteile, die in die Mercosur-Staaten eingeführt werden. So sieht es das EU-Mercosur-Handelsabkommen vor, das nach mehr als einem Vierteljahrhundert Verhandlungen und Verzögerungen, nun vorläufig in Kraft trit t. Zumindest der Handelsteil.
Bis zuletzt Widerstand einiger Länder "Dieser Vertrag wurde mit Eisen, Schweiß und Blut geschmiedet. Denn es gibt viele, die verhindern wollen, dass Brasilien wächst, dass Brasilien im Wettbewerb besteht und seine Produkte auf ausländischen Märkten platziert", erklärte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit Blick auf die Länder in der Europäischen Union, die bis zuletzt versucht hatten, den Vertrag zu stoppen oder abzuschwächen. Der Vertrag soll eine der größten Freihandelszonen der Welt schaffen, zwischen EU und dem Mercosur, zu dem neben Brasilien auch Argentinien, Paraguay und Uruguay gehören.
Was Experten sagen
Insgesamt rund 700 Millionen Menschen, ein Exportplus für EU-Länder von rund 48 Milliarden Europa bis 2040, schätzt die EU-Kommission, für die Mercosur-Staaten schätzt sie das Plus auf knapp neun Milliarden Euro. EU-Mercosur-Abkommen tritt in Kraft Xenia Böttcher, ARD Rio de Janeiro, tagesschau24, 01. 2026 • 09:00 Uhr Kritiker fürchten verstärkte Ungleichheit Doch in Zeiten einer neuen Großmachtpolitik gehe es um mehr als Wirtschaft, das Abkommen sei auch geopolitisch ein wichtiges Signal, sagt Lula: "Es kommt zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt.
Weil es die Idee des Multilateralismus stärkt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





