
Merz und Trump: Der Außenkanzler strauchelt
Merz und Trump : Der Außenkanzler strauchelt Von Matthias Wyssuwa, Berlin 04.05.2026, 20:08 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Merz und Trump Anfang März in Washington dpa In seiner Paraderolle erleidet Merz...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Merz und Trump : Der Außenkanzler strauchelt Von Matthias Wyssuwa, Berlin 04. 2026, 20:08 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Merz und Trump Anfang März in Washington dpa In seiner Paraderolle erleidet Merz einen Rückschlag.
Ob Washington neue Raketen in Deutschland stationiert? Berlin will die Lücke bei der Abschreckung schließen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Friedrich Merz hält an seiner Grundüberzeugung fest, dass das transatlantische Verhältnis „für uns alle viel wert ist“.
Die Einzelheiten
Das sagte er in der ARD am Ende eines Wochenendes, an dem die amerikanische Regierung die Botschaft gesendet hat, dass ihr das Verhältnis offensichtlich nicht so viel wert ist. Und Merz droht nach fast genau einem Jahr im Amt ausgerechnet in der Rolle einen empfindlichen Rückschlag zu erleiden, die ihm sogar viele seiner Kritiker als Paraderolle zugestehen: als Außenkanzler. -Informationen in der Bundesregierung noch daran gearbeitet, die Auswirkungen der aktuellen Spannungen mit Washington einzugrenzen.
Es gibt schließlich einen Unterschied zwischen der abgesagten Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland und der Frage, ob man die Raketen und Startsysteme selbst kauft. Denn noch gibt es in Berlin die Hoffnung, die Abschreckungslücke mit amerikanischer Hilfe zu schließen, womöglich sogar mit Tomahawk-Marschflugkörpern. Auf Arbeitsebene laufen Gespräche über den Kauf von Waffensystemen in Amerika weiter, ist in Berlin zu hören.
Im Juli vergangenen Jahres wurde öffentlich, dass Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine offizielle Nachfrage beim amerikanischen Verteidigungsminister hinterlegt hat für den Kauf von Typhon-Systemen. Mit denen können Tomahawk-Marschflugkörper und SM-6-Lenkflugkörper gestartet werden. Offiziell gab es zunächst keine Angaben dazu, ob auch diese gekauft werden sollen.
Was Experten sagen
Die Ursünde seiner Kanzlerschaft Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte an diesem Montag, man habe parallel zu den amerikanischen Stationierungsplänen eigene Maßnahmen angestoßen: zum einen den Ausbau und die Modernisierung der eigenen Taurus-Bestände, zudem den Bau eigener sogenannter Deep-Precision-Strike-Fähigkeiten über das europäische Programm ELSA. Und: den Kauf verfügbarer Systeme. Der Außenkanzler selbst widmet sich an diesem Montag der Innenpolitik.
Statt des Gipfels der Europäischen Gemeinschaft in Armenien stehen auf seinem Kalender unter anderem Parteigremien in Berlin, mit den Reformen muss es vorangehen. Der Innenkanzler Merz ist aber nicht ohne den Außenkanzler zu denken: nicht nur, weil er sich als Außenkanzler hin und wieder genauso schwerzutun scheint mit der kommunikativen Disziplin wie in der Innenpolitik. Sondern weil das, was manche seiner Parteifreunde als Ursünde seiner Kanzlerschaft sehen, nicht ohne die Außen- und Sicherheitspolitik zu erklären ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





