
Mietfrei auf Uni-Kosten: Deutschlands ungewöhnlichste Studenten-WG
Mietfrei auf Uni-Kosten : Deutschlands ungewöhnlichste Studenten-WG Von Thorsten Winter 08.05.2026, 09:35Lesezeit: 6 Min. WG-Bewohner: Leticia „Litti“ Hellmann, Ali Arslan (hinten rechts) und Hannes Anders. Sie wohnen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mietfrei auf Uni-Kosten : Deutschlands ungewöhnlichste Studenten-WG Von Thorsten Winter 08. 2026, 09:35Lesezeit: 6 Min. WG-Bewohner: Leticia „Litti“ Hellmann, Ali Arslan (hinten rechts) und Hannes Anders.
Sie wohnen auf Unikosten mietfrei, müssen dafür aber über ihr Unileben in den sozialen Netzwerken berichten. Frank RöthDie Uni Marburg lässt vier Studierende mietfrei in einem ihrer Häuser wohnen. Als Gegenleistung muss das Quartett aus seinem Alltag posten.
Die Einzelheiten
Es soll auf Social Media zeigen, wie sich ein echtes Studentenleben anfühlt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die vielleicht außergewöhnlichste WG in Deutschland findet sich in einem betagten kleinen weißen Haus mit Sandsteinsockel, Fensterläden aus Holz und Satellitenschüssel hoch oben in der Altstadt von Marburg. Das Häuschen steht halb im Grünen in zweiter Reihe hinter einem schmucklosen Zweckbau.
Neben der hölzernen Eingangstür prangt ein silbriges Schild mit dem Erkennungszeichen der Philipps-Universität. Darunter steht: Marburg-WG. Der Besuch drückt die Klingel, kurz darauf öffnet Ali die Tür.
Der junge Mann mit dem leicht verwuschelten schwarzen Haar und einem T-Shirt von den Red Hot Chili Peppers schluckt noch kurz einen Bissen herunter und bittet dann freundlich herein. Ihr Besuch ist zwar angekündigt, aber ein paar Minuten zu früh dran. Nichts mit dem akademischen Viertel an diesem Mittag.
Was Experten sagen
Außer Ali Arslan stillt noch Mitbewohner Hannes Anders seinen Hunger, mit Kartoffeln der eine, mit Rührei der andere. Ebenfalls am Tisch sitzt Leticia „Litti“ Hellmann. Mit dem Jurastudenten Toni bilden sie das Quartett der frisch in das Häuschen eingezogenen Marburg-WG.
Dort leben sie mietfrei. Und das in einer Stadt, in der ein WG-Zimmer durchaus 400 oder 500 Euro kosten kann. Marburg-WG als Teil einer Marketingkampagne der UniDer Weg in die Küche führt über einen schwarz-weiß im Schachbrettmuster gekachelten Boden, vorbei an einer Garderobe und einem Schuhbänkchen aus Metall.
Ein Sneaker-Paar neben dem anderen, dazu Fußballschuhe und Birkenstocks. Auf einer kleinen Holzkommode steht eine Grünpflanze, darüber hängen eine rote runde Uhr und ein Erste-Hilfe-Kasten. Falls der Inhalt aus dem Kasten gebraucht werden sollte, wird es die Öffentlichkeit erfahren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





