
Modebranche: Große Firmen dürfen unverkaufte Kleidung nicht mehr wegwerfen
Modebranche : Große Firmen dürfen unverkaufte Kleidung nicht mehr wegwerfen 19.07.2026, 05:21Lesezeit: 3 Min. Mit weggeworfener Kleidung demonstrierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace im vergangenen Jahr vor dem...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Modebranche : Große Firmen dürfen unverkaufte Kleidung nicht mehr wegwerfen 19. 2026, 05:21Lesezeit: 3 Min. Mit weggeworfener Kleidung demonstrierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace im vergangenen Jahr vor dem Brandenburger Tor gegen den Fast-Fashion-Trend.
dpaNicht verkaufte Kleidung und Schuhe landet oft im Müll – das ändert sich jetzt für Ware großer Unternehmen. Für Verbraucher könnte das eine gute Nachricht sein. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Große Unternehmen in der Europäischen Union dürfen unverkaufte Kleidung und Schuhe künftig nicht mehr vernichten.
Die Einzelheiten
Eine entsprechende EU-Vorschrift gilt ab heute und soll dafür sorgen, dass betroffenen Firmen ihre Waren etwa abermals verkaufen oder spenden, anstatt sie wegzuschmeißen. Bisweilen gilt die Entsorgung teils günstiger, als Produkte zu lagern, aufzubereiten oder wieder zum Verkauf anzubieten. Ausnahmen gelten aber unter anderem für den Fall, dass die Ware gefährlich, beschädigt oder verschmutzt ist, nicht wiederverwendet oder – aufbereitet werden kann.
Auch was mehreren sozialwirtschaftlichen Einrichtungen mit Sitz in der EU als Spende angeboten, aber nicht innerhalb einer Frist angenommen wurde, darf vernichtet werden. Für kleinere Unternehmen treten die neuen Vorgaben später in Kraft. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Handelsverband sieht Vorteile für VerbraucherLaut Handelsverband Deutschland (HDE) könnte das Verbot Vorteile für Verbraucher mit sich bringen: So könnte laut Hauptgeschäftsführer Stefan Genth das Angebot an reduzierter Ware steigen, etwa über Outlets, Restpostenmärkte oder Second-Hand-Kanäle. Außerdem sieht er mögliche ökologische Vorteile, „da weniger neuwertige Kleidung vernichtet wird und Produkte häufiger weiterverkauft oder gespendet werden“. Der Handel werde jedoch vor Herausforderungen gestellt, sagt Genth: „Nicht alle unverkauften Waren lassen sich ohne Weiteres erneut verkaufen oder spenden.
Was Experten sagen
“ Gründe könnten etwa beschädigte Verpackungen, hohe Logistikkosten, fehlende Nachfrage oder geringe Warenwerte sein. Für Händler entstünden zusätzliche Kosten für Lagerung, Sortierung, Aufbereitung und Weitervermarktung. Hinzu kämen Dokumentationsauflagen, rechtliche Unsicherheiten und praktische Hürden bei Spenden oder Secondhand.
Modeverband sieht Signal für einen verantwortungsvolleren Umgang mit RessourcenDer Modeverband GermanFashion befürwortet die neue Regelung. „Bekleidung ist ein wertvolles Produkt, dessen Vernichtung vermieden werden sollte“, so Hauptgeschäftsführer Thomas Lange. Das Vernichtungsverbot setze ein wichtiges Signal für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen.
Für viele europäische Bekleidungsunternehmen werde die Regelung aber kaum Auswirkungen haben, weil unverkaufte Ware in der Regel nicht vernichtet werde.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




