
Nach „Backrooms“-Erfolg: Wie ein 26-Jähriger mit 750.000 Dollar ganz Hollywood vorführt
Nach „Backrooms“-Erfolg : Wie ein 26-Jähriger mit 750.000 Dollar ganz Hollywood vorführt Von Kira Kramer 10.07.2026, 07:01Lesezeit: 5 Min. Regisseur Kane Parsons (links) mit Schauspieler Chiwetel Ejiofor am Set von...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nach „Backrooms“-Erfolg : Wie ein 26-Jähriger mit 750. 000 Dollar ganz Hollywood vorführt Von Kira Kramer 10. 2026, 07:01Lesezeit: 5 Min.
Regisseur Kane Parsons (links) mit Schauspieler Chiwetel Ejiofor am Set von „Backrooms“APYoutuber deklassieren mit ihren Debütfilmen gerade die teuersten Produktionen Hollywoods. Jetzt kaufen die Studios dort nach, wo die Ideen herkommen: bei den kollektiv geschriebenen Mythen des Internets. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die zwei großen Kino-Überraschungen des bisherigen Jahres kommen von zwei jungen Männern, die noch vor Kurzem Youtube-Videos in ihren Zimmern produzierten.
Die Einzelheiten
Kane Parsons, gerade 21 geworden, drehte für das Independent-Studio A24 den Horrorfilm „Backrooms“, der bei Kosten von rund zehn Millionen Dollar weltweit rund 350 Millionen einspielte. Curry Barker, 26, bislang bekannt für Sketch-Comedy auf seinem Youtube-Kanal „that’s a bad idea“, kommt mit „Obsession“ sogar auf 400 Millionen Dollar an den Kinokassen, bei einem Budget von nur 750. Kein Kinofilm mit weniger als einer Million Produktionskosten hat je mehr Geld eingenommen und das keine zwei Monate nach dem US-Start.
Beide Regisseure geben ihr Spielfilmdebüt nach Jahren als Webvideoproduzenten, beide arbeiten mit weitgehend unbekannten Gesichtern und kleinen Budgets und bedienen sich offen der Horror-Folklore des Internets. Sein Film spielte mehr als das 500-Fache seiner Produktionskosten ein: Curry Barker am Set von „Obsession“Focus Features via APDiese Folklore trägt einen eigenen Namen: Creepypasta. Ein Wort, das sich aus zwei Bausteinen zusammensetzt: „creepy“, also gruselig, und „Copypasta“, was im Netzjargon Texte bezeichnet, die kopiert, eingefügt und weitergereicht werden, bis niemand mehr weiß, wer sie geschrieben hat.
Es geht um Gruselgeschichten, die seit Jahren durch Internetforen weitergetragen werden, und jeder, der sie aufnimmt, darf sie ausbauen und verändern. Das Wort Lore bezeichnet darin die Hintergrundgeschichte einer fiktiven Welt. Tausende Nutzer schaffen gemeinsam fiktive UniversenDie „Backrooms“-Lore zeigt, was dabei über Jahre wachsen kann.
Was Experten sagen
Aus einem anonymen Forenbeitrag auf 4chan von 2019 formten über die Jahre immer mehr Nutzer auf Reddit, Youtube und in eigens gegründeten Wikis ein eigenes Weltensystem. Der gelbe Teppichraum des Ursprungsbildes avancierte zum „Level 0“. Hinter der gelben Tapete liegen allerdings noch Hunderte weiterer Ebenen, die Tausende Nutzer über Jahre entwickelten, jede mit eigener Architektur, eigenem Gefahrengrad und eigenen Überlebensregeln, dazu ein ganzes Bestiarium an Kreaturen und sogar Fraktionen von Menschen, die in dieser Parallelwelt gestrandet sind.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




