
Nach der Tat in Stade: „Mitarbeiter in der Jugendhilfe sind oft Ziel von Gewalt“
Nach der Tat in Stade : „Mitarbeiter in der Jugendhilfe sind oft Ziel von Gewalt“ Von Karin Truscheit 30.06.2026, 18:03Lesezeit: 4 Min. Ein Polizeiauto steht nahe einem Gebäude einer Jugendeinrichtung. Dort wurden am...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach der Tat in Stade : „Mitarbeiter in der Jugendhilfe sind oft Ziel von Gewalt“ Von Karin Truscheit 30. 2026, 18:03Lesezeit: 4 Min. Ein Polizeiauto steht nahe einem Gebäude einer Jugendeinrichtung.
Dort wurden am Montag mehrere Menschen durch Schüsse getötet. dpaBei Sorgerechtskonflikten wie in Stade kommt es häufig zu Gewaltausbrüchen. Besonders die Mitarbeiter der Jugendhilfe sind betroffen.
Die Einzelheiten
Aber spezielle Schutzkonzepte fehlen häufig. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ein Mann erschoss sechs Menschen: Hintergrund des Mehrfachmords von Stade soll nach bisherigen Erkenntnissen ein Sorgerechtsstreit um ein drei Monate altes Baby sein. Als der Täter das Feuer auf die Mitarbeiter der Jugendhilfe in Stade eröffnete, befand er sich offenbar gerade in einem sogenannten Hilfeplangespräch in einem Mutter-Kind-Heim.
Nähere Angaben zur Art der Unterbringung des Kindes machte die Polizei bislang nicht. Wird ein Kind vom Jugendamt zum Beispiel in Obhut genommen, ist dies in der Regel die schärfste Maßnahme, wenn es um das Wohl des Kindes fürchtet. Zumal, wenn es sich um Säuglinge handelt.
Alle anderen Maßnahmen – wie zum Beispiel die sozialpädagogische Familienhilfe oder der Einsatz von besonders geschulten Hebammen bei Säuglingen – wurden da zuvor schon ausgeschöpft. In bestimmten Fällen kann eine Inobhutnahme jedoch auch sofort erfolgen – wenn das Jugendamt eine akute Kindeswohlgefährdung sieht. Die Inobhutnahme erfolgt meist in einer spannungsgeladenen Konstellation: Die Eltern werden als nicht in der Lage angesehen, sich angemessen um das Kind zu kümmern.
Was Experten sagen
Dafür kann es viele Gründe geben: Gewalttätigkeit, psychische Erkrankungen oder Drogenabhängigkeit der Eltern oder eines Elternteils. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen „Mir hielt ein Vater eine Pistole an den Hals“Dass es in Sorgerechtskonflikten zu Gewaltausbrüchen kommt, meist durch Männer, sei kein neues Phänomen, sagt Elke Alsago.
Die promovierte Sozialpädagogin ist Leiterin der Bundesfachgruppe Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin. „Doch diese Art von Gewalt wie in Stade schockiert absolut und sprengt alle Kategorien. “ Hilfeplangespräche wie jetzt in Stade, bei dem es zu den Tötungen kam, sind laut Alsago oft „hochkonfliktäre Gespräche“, da es dort darum geht, konträre Vorstellungen der Beteiligten in Einklang zu bringen.
In diesen Gesprächen wird festgelegt, wie es mit der Familie weitergeht. Geklärt wird zum Beispiel, ob das Kind (weiter) untergebracht wird oder unter welchen Voraussetzungen es zurück in die Familie kann. Elke Alsago hat selbst schon als Kitaleiterin in Hamburg Gewalt erlebt, wie sie im Gespräch mit der F.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





