
Nato-Gipfel: Friedrich Merz verteidigt deutsche Verteidigungsausgaben vor Donald Trump
Transatlantische Spannungen Merz verteidigt deutsche Verteidigungsausgaben vor Trump »Lächerlich« hatte der US-Präsident die Verteidigungsausgaben der Europäer genannt. Der Kanzler hat am Telefon offenbar mit anderen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Transatlantische Spannungen Merz verteidigt deutsche Verteidigungsausgaben vor Trump »Lächerlich« hatte der US-Präsident die Verteidigungsausgaben der Europäer genannt. Der Kanzler hat am Telefon offenbar mit anderen Zahlen dagegengehalten. Vor dem Nato-Gipfel gibt er sich selbstbewusst.
48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump Mitte Juni auf dem G7-Gipfel in Frankreich Foto: Christian Hartmann / Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit US-Präsident Donald Trump vor dem Nato-Gipfel über die deutschen Verteidigungsausgaben gesprochen.
Die Einzelheiten
In dem Telefonat am Freitag habe Merz dem US-Präsidenten die Erhöhung der Ausgaben erläutert, hieß es am Montag aus Regierungskreisen. Merz habe deutlich gemacht, dass die in einem Truth-Social-Post von Trump verwendeten Zahlen zum Verteidigungsbudget der europäischen Verbündeten nicht aktuell seien. Trump hatte die Ausgaben von Deutschland, Großbritannien und Italien in der vergangenen Woche »lächerlich« genannt.
Auf dem Nato-Gipfel in Ankara ab Dienstag will Bundeskanzler Merz »in aller Bescheidenheit zum Ausdruck bringen«, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele. Das kündigte er bereits am Freitag auf einer Pressekonferenz an. »Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken«, sagte Merz.
»Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken. « Auf Drängen Trumps hatten die Nato-Staaten beim Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. Zusätzlich sollen noch 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur, ausgegeben werden.
Was Experten sagen
Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des BIP in Verteidigung und Sicherheit investiert werden – so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bis 2029 erreichen. Mehr zum Thema Ex-Nato-Generalsekretär Stoltenberg: »Die Europäer hätten früher anfangen sollen, mehr in die Verteidigung zu investieren« Ein Interview von Britta Sandberg, Brüssel Repressionen vor dem Nato-Gipfel: Die Erdoğan-Show, die niemand stören soll Aus Istanbul und Hamburg berichten Şebnem Arsu und Anna-Sophie Schneider 1656 Seiten langes Zahlenwerk: Das sind die fünf Lehren aus dem Entwurf für den Haushalt 2027 Von Gerald Traufetter Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen hat Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten die Verteidigungsausgaben um etwa 25 Milliarden Euro auf 124 Milliarden Euro erhöht.
Der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erhofft sich vom Nato-Gipfel in Ankara eine Botschaft der Geschlossenheit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





