
Nato-Ostflanke: Polen befürchtet russische Übergriffe
Sorge an der Nato-Ostflanke Polen befürchtet russische Übergriffe Mehrfach hat der Kreml erklärt, dass Russland Nato-Gebiet nicht angreifen werde. Doch Polens Auslandsgeheimdienst warnt vor Täuschungsaktionen, ähnlich...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Sorge an der Nato-Ostflanke Polen befürchtet russische Übergriffe Mehrfach hat der Kreml erklärt, dass Russland Nato-Gebiet nicht angreifen werde. Doch Polens Auslandsgeheimdienst warnt vor Täuschungsaktionen, ähnlich denen bei der Krim-Besetzung 2014. 07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Soldat mit Siegeszeichen 2014 auf der Krim: Einmarsch der »grünen Männchen« Foto: AP/dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der Nato-Ostflanke.
»Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte«, sagte der Chef des polnischen Auslandsgeheimdienstes, Oberst Pawel Szota, der Zeitung »Rzeczpospolita«. Seiner Einschätzung nach könnte ein begrenzter Angriff auf die baltischen Staaten so aussehen, dass dort »grüne Männchen« auftauchen.
Mit diesem Begriff wurden russische Soldaten bezeichnet, die 2014 die ukrainische Halbinsel Krim unter Kontrolle brachten. Sie trugen keinerlei Hoheitsabzeichen, wie etwa die Flagge ihres Landes an der Schulter. Der Kreml hatte damals anfangs bestritten, dass es sich um Soldaten der regulären russischen Armee handelte.
Was Experten sagen
»Russland überschreitet systematisch rote Linien, um die Reaktion der Nato zu testen«, sagte Szota. »Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt. « »Wir wissen, was Putin im Schilde führt« Mehr zum Thema Sönke Neitzel über Bedrohung durch Russland: »Ich erkenne nicht, dass Merz einen Plan hat« Moderiert von Markus Feldenkirchen Historisch vermintes Gelände: Warum jüdische Partisanen in Litauen als Staatsfeinde gelten Aus Vilnius berichtet Solveig Grothe Polnisch-ukrainischer Streit: »Chaos, multipliziert mit Hysterie« Ein Interview von Christian Esch Ähnlich hatte der polnische Außenminister Radosław Sikorski vergangene Woche vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt.
»Wir müssen Putin kommunizieren, dass wir wissen, was er im Schilde führt, und dass wir nicht darauf hereinfallen, dass dies völlig unannehmbar ist und wir jeden Zoll von Nato-Gebiet verteidigen würden«, sagte er dem US-Sender CBS. Sikorski äußerte zudem die Ansicht, dass der erfolgreiche Widerstand der Ukraine Russland bislang jener Ressourcen beraubt habe, die für eine wirksame Invasion der Nato-Ostflanke erforderlich wären. Kremlchef Wladimir Putin und andere Mitglieder der Moskauer Führung haben mehrfach erklärt, dass Russland nicht Nato-Gebiet angreifen werde.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





