
Neue Studie: Mikroplastik in der Luft erwärmt die Atmosphäre
Einfluss aufs Klima Mikroplastik in der Luft erwärmt die Atmosphäre Winzige Plastikteilchen beeinflussen das Klima womöglich stärker als bislang angenommen. Insbesondere farbige Partikel spielen dabei offenbar eine...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Einfluss aufs Klima Mikroplastik in der Luft erwärmt die Atmosphäre Winzige Plastikteilchen beeinflussen das Klima womöglich stärker als bislang angenommen. Insbesondere farbige Partikel spielen dabei offenbar eine wichtige Rolle. 33 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Plastikteile in der Luft über der Mülldeponie Dandora in Nairobi: »Immer dringlicher, die Rolle von Kunststoffen in der Atmosphäre zu verstehen« Foto: SOPA Images / LightRocket / Getty Images aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Mikroplastik gilt als Gesundheitsgefahr: Die winzigen Teilchen stehen in Verdacht, Herzinfarkte, Diabetes und Demenz zu fördern.
(Mehr dazu lesen Sie hier . ) Neue Forschung deutet darauf hin, dass Mikroplastik in der Luft auch das Klima beeinflussen kann, womöglich in größerem Umfang als bislang angenommen. Prinzipiell können winzige Plastikteilchen die Atmosphäre erwärmen, weil sie Sonnenlicht aufnehmen und die Energie anschließend als Wärme an die Luft abgeben.
In einer aktuellen Studie im Fachmagazin »Nature Climate Change« schätzen Forschende, dass Mikro- und Nanoplastik in der Luft im Durchschnitt ein Erwärmungspotenzial hat, das etwa 16 Prozent des Potenzials von Ruß erreicht – also feinen schwarzen Partikeln aus Verbrennung, die stark erwärmend wirken. Dabei spielt die Farbe der Teilchen eine wichtige Rolle. Bei Licht mit einer Wellenlänge von 550 Nanometern – das entspricht grünem Licht – nehme farbiges Plastik rund 75-mal so viel Sonnenenergie auf wie ungefärbter Kunststoff, schreibt die Forschungsgruppe um Hongbo Fu von der Fudan University in Shanghai und Drew Shindell von der Duke University in Durham (USA).
Was Experten sagen
Eine wissenschaftliche Schätzung aus dem Jahr 2021 ging davon aus, dass Mikroplastik ohne Farbpigmente nur 0,044 Milliwatt pro Quadratmeter zur Erderwärmung beiträgt – also nur sehr wenig. »Solche Schätzungen vernachlässigen jedoch die vielfältigen Farben von Kunststoffen in der Umwelt«, schreiben die Studienautoren. Diese seien ein entscheidender Faktor.
Fu, Shindell und ihre Kollegen untersuchten verschieden gefärbte Plastikteilchen in der Größenordnung von Mikrometern (Tausendstel Millimetern) und Nanometern (Millionstel Millimetern). Wechselwirkung mit Sonnenlicht berechnetDiese Partikel analysierten die Forscher mit speziellen Verfahren, in denen sie die Wechselwirkung der Teilchen mit Sonnenlicht charakterisieren konnten. Bei grünem Licht beträgt das durchschnittliche Erwärmungspotenzial in einer Luftsäule 0,006 Watt pro Quadratmeter (W/m²) für Mikroplastik und sogar 0,033 W/m² für Nanoplastik, zusammengenommen also 0,039 Watt pro Quadratmeter.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





