
Neues Kanzlerinnenporträt: Mona Merkel
Neues Kanzlerinnenporträt : Mona Merkel Von Stefan Trinks 01.07.2026, 13:21Lesezeit: 6 Min. Am 30. Juni im Berliner Bode-Museum enthüllt: Das „Porträt der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel“ des franco-deutschen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Neues Kanzlerinnenporträt : Mona Merkel Von Stefan Trinks 01. 2026, 13:21Lesezeit: 6 Min. Juni im Berliner Bode-Museum enthüllt: Das „Porträt der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel“ des franco-deutschen Künstlers Jérémie QueyrasAFP/VG Bild-Kunst, Bonn 2026Ein Staatsporträt als privates U-Boot im Kanzleramt?
Angela Merkel enthüllt ihr Bildnis im Berliner Bode-Museum und stellt es dort drei Monate lang zur Schau. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sieben Kanzler hängen bislang in Form von Staatsporträts im Bundeskanzleramt, schlecht beleuchtet in einer wahrlich nicht sonderlich repräsentativen „Galerie“ auf grauem Sichtbeton. Konrad Adenauers 1963 von Hans Jürgen Kallmann gemaltes Bildnis zeigt den „Alten von Rhöndorf“ sitzend, jedoch stark zur Seite geneigt – was Albrecht Gehse in seinem müden Porträt Helmut Kohls von 2002 auf eine schiefe Spitze trieb –; übrigens das erste Kanzlerporträt, das vor 23 Jahren der Öffentlichkeit zur Prüfung in einem Museum, der Neuen Nationalgalerie in Berlin, präsentiert wurde.
Die Einzelheiten
1974 hielt Günter Rittner Ludwig Erhardt mit der unvermeidlichen Zigarre zwischen den Fingern fest. Von Willy Brandt existieren sogar zwei Porträts, das erste stammt vom wichtigen Nachkriegsmodernen Georg Meistermann, wurde 1985 wegen „stilistischer“ Dissidenz abgehängt und durch jenes von Oswald Petersen ersetzt. Gerhard Schröder scherte mit seinem Bildnis aus der ReiheHelmut Schmidts visuelle Musterung durch den damaligen DDR-Maler Bernhard Heisig hingegen ist stark und hat die interessante deutsch-deutsche Geschichte eines doppelten stilistischen „Grenzübertritts“ zum Hintergrund.
Gerhard Schröder scherte mit seinem bei Jörg Immendorf in Auftrag gegebenen Bildnis völlig aus der Reihe, indem es das erste nicht staatstragende, antipathetische, geradezu ironische ist. Der Ex-Maoist Immendorf setzt die goldschimmernde Kanzler-Imperatorenbüste auf ein dunkles Oval, lässt ihn aber zugleich von Affen, seinem Markenzeichen, umringt sein, von denen einer einen Bückling vollführt und in der Mitte entzweibricht. Olaf Scholz fehlt bisher, die von Porträts erwartete Psychologisierung des nichtsenden Nichts wäre allemal für jeden Maler eine Herausforderung.
Nun kommt erstmals eine Frau hinzu. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Ähnlich wie Schröders Porträt ist auch Angela Merkels Bildnis ein Zwitter.
Was Experten sagen
In Eigenregie und als Privatfrau beauftragte sie einen jungen, bis dato völlig unbekannten Künstler und bezahlte alles aus eigener Tasche. Der Privatauftrag ermöglicht es ihr, das Bild jederzeit – etwa bei einem nicht genehmen Regierungswechsel – aus dem Bundeskanzleramt abzuziehen. Im Oktober wird das Porträt, nach drei Monaten Ausstellungsprüfzeit im Bode-Museum auf der Museumsinsel, ins Kanzleramt übersiedeln.
Urheber ist der achtundzwanzigjährige deutsch-französische Maler Jérémie Queyras, der bis dato nicht durch wesentliche Ausstellungen hervortrat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





