
News: Leihmutterschaft, Jens Spahn, AfD-Machtkampf, Andy Burnham
Die Lage am Morgen Die Debatte um die Leihmutterschaft geht jetzt erst richtig los Von Susanne Beyer Heute geht es um die Frage, ob beim Thema Leihmutterschaft schon alle Argumente ausgetauscht sind. Um eine neue...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Die Lage am Morgen Die Debatte um die Leihmutterschaft geht jetzt erst richtig los Von Susanne Beyer Heute geht es um die Frage, ob beim Thema Leihmutterschaft schon alle Argumente ausgetauscht sind. Um eine neue Eskalation im Machtkampf der AfD. Und um das mit Spannung erwartete Treffen des US-amerikanischen Außenministers mit seinem chinesischen Amtskollegen.
43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Leihmutterschaft: Lässt sich da etwas auf Deutschland übertragen?
Die Einzelheiten
Der CDU-Politiker Jens Spahn ist von seinem Posten als Unionsfraktionschef zurückgetreten, weil er mithilfe einer Leihmutter Vater geworden ist und dies gegen die Linie seiner Partei verstößt. Ist damit die Debatte über die Leihmutterschaft zu Ende? Sie fängt gerade erst an.
So plädiert die Verfassungsrechtlerin Frauke Brosius-Gersdorf für eine Legalisierung in Deutschland. Wenn sich die Frauen freiwillig dafür entschieden, dürfe der Gesetzgeber ihnen das nicht verbieten, sagte die Juristin der »Zeit« (mehr dazu hier). Bild vergrößern Juristin Brosius-Gersdorf: Plädoyer für Legalisierung Foto: Britta Pedersen / dpa In den USA und anderen Ländern gebe es für die Leihmutterschaft strenge Voraussetzungen, führte Brosius-Gersdorf aus: etwa die Bedingung, dass die betroffenen Frauen auch aus eigenen Mitteln finanziell abgesichert seien.
Solcherlei Vorkehrungen schützten vor Zwang und Ausbeutung, meint die Juristin. Der relativ gute Ruf, den die USA hier haben, bewegt viele schwule Paare dazu, sich dort eine Leihmutter zu suchen (mehr hier ). Trotzdem sind Fragen angebracht: Da die USA uns kulturell nahestehen, übersehen wir häufig, wie schwach die sozialen Sicherungssysteme dort sind.
Was Experten sagen
Auch wenn jemand finanziell erst mal keine Not leidet, kann es immer noch sein, dass er oder sie in ständiger Furcht vor dem Abstieg lebt und sich deswegen doch ausbeuten lässt. Es hilft also nichts: Wir müssen die Debatte über die Leihmutterschaft so sorgfältig wie möglich führen und dürfen über ethische Hindernisse nicht einfach so hinwegsehen. Aber führen müssen wir sie.
Und wir müssen tatsächlich überlegen, ob sich hier etwas auf Deutschland – einem Land mit deutlich besserer sozialer Absicherung – übertragen ließe. Denn so richtig Spahns Rücktritt war und so viel gegen Leihmutterschaften einzuwenden ist – der Wunsch schwuler Paare nach Kindern verdient ernsthafte Beachtung. Vermutlich bleibt es dabei, dass die Leihmutterschaft keine gute Lösung ist, aber vielleicht kennen wir die gute Lösung auch noch nicht.
Manchmal bringen selbst Debatten, die schon häufig geführt worden sind, überraschende Sichtweisen hervor. Mehr Hintergründe hier: Merz hat eine große Chance bekommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




