
Nord-Stream-Anschlag: Die Sprengsätze soll er „Geschenke“ genannt haben
Nord-Stream-Anschlag : Die Sprengsätze soll er „Geschenke“ genannt haben Von Julian Staib, Hamburg 02.07.2026, 14:57Lesezeit: 3 Min. Serhij K. vor einer Anhörung bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am 27. November...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nord-Stream-Anschlag : Die Sprengsätze soll er „Geschenke“ genannt haben Von Julian Staib, Hamburg 02. 2026, 14:57Lesezeit: 3 Min. vor einer Anhörung bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am 27.
November 2025ReutersMehr als drei Jahre nach dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen der mutmaßlichen Täter erhoben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als die Crew der Andromeda am 18. September zurück zum Hafen fuhr, soll der Kapitän der Truppe mit einem Satellitentelefon in der Ukraine angerufen haben.
Die Einzelheiten
„Gute und schlechte Nachrichten“ soll er überbracht haben. Die gute: einige „Geschenke“ seien übergeben worden – die schlechte Nachricht: eines der „Geschenke“ sei „in der Post“ verloren gegangen. Kurz darauf rissen heftige Explosionen klaffende Löcher in drei der vier Stränge der Nord-Stream-Pipelines am Boden der Ostsee.
Die Schilderung stammt aus dem Buch „Die Nord Stream Sprengung“ des „Wall Street Journal“-Journalisten Bojan Pancevski; bei dem im Buch „Kapitän“ genannten Mann handelt es sich mutmaßlich um den ukrainischen Staatsangehörigen Serhij K. Gegen diesen erhob die Bundesanwaltschaft am Donnerstag Anklage unter anderem wegen des Kriegsverbrechens des Angriffs gegen zivile Objekte, wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung von Bauwerken. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Der damalige Offizier der ukrainischen Armee soll nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 gemeinsam mit anderen den Plan geschmiedet haben, die Pipelines Nord Stream 1 und 2 zu zerstören, damit Russland seinen Krieg nicht durch Gasverkäufe nach Deutschland finanzieren kann, so die Anklage. Schuldzuweisungen in unterschiedliche RichtungenDie Gruppe, die Serhij K. angeführt haben soll, bestand laut Bundesanwaltschaft aus Berufstauchern, einem Skipper und Sprengstoffexperten.
Was Experten sagen
Über Polen sollen sie nach Deutschland eingereist sein. Die Yacht war mithilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelsmänner bei einem deutschen Unternehmen in Rostock angemietet worden, heißt es in der Anklage. Mit ihr sollen der Beschuldigte und seine Mittäter größere Mengen militärisch verwendbarer Hochleistungssprengstoffe in internationalen Gewässern bis in die Nähe der dänischen Insel Bornholm transportiert und an den Gasleitungen angebracht haben.
Die Sprengsätze detonierten am 26. Danach gab es Schuldzuweisungen in unterschiedliche Richtungen. Zu den Anschlägen hatte es zunächst Ermittlungen auch von Dänemark und Schweden gegeben, die dann aber eingestellt wurden.
Nur die deutschen Behörden ermittelten weiter. Früh konzentrierten diese sich auf die Segelyacht Andromeda, auf der unter anderem Sprengstoffspuren gefunden worden waren. Allerdings gab es bis zuletzt große Zweifel, ob es wirklich möglich ist, von einem Segelboot aus bei stürmischer See in rund 80 Metern Tiefe mit Tauchern Sprengstoff anzubringen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




