
NRW-AfD zerlegt sich: Weidels Unterstützer verlassen den Saal
NRW-AfD zerlegt sich : Weidels Unterstützer verlassen den Saal Von Paul Gross 17.07.2026, 15:49Lesezeit: 3 Min. Hat sich vorerst gegen die Bundesspitze durchgesetzt: der Vorsitzende der AfD Nordrhein-Westfalen, Martin...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. NRW-AfD zerlegt sich : Weidels Unterstützer verlassen den Saal Von Paul Gross 17. 2026, 15:49Lesezeit: 3 Min. Hat sich vorerst gegen die Bundesspitze durchgesetzt: der Vorsitzende der AfD Nordrhein-Westfalen, Martin Vincentz, am Freitagmorgen in MarldpaDer Vorstand der NRW-AfD hat sich gegen die Bitte aus Berlin gewehrt, die Listenaufstellung für die Landtagswahl zu stoppen.
Nun sind die Gräben tief – und Alice Weidel hat ein Problem. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Parteitag der NRW-AfD in Marl hat die Bitte der Parteispitze, die Aufstellung der Landesliste für die Landtagswahl 2027 abzubrechen, abgelehnt. Stattdessen setzte er am Freitagvormittag die Aufstellung fort.
Die Einzelheiten
Zahlreiche Delegierte, die Landeschef Martin Vincentz feindlich gegenüberstehen, verließen daraufhin den Saal. Auf die Landesliste wurden anschließend nur noch Politiker gewählt, die ihm nahestehen. Der Entscheidung vorausgegangen war ein tagelanger Machtkampf zwischen den beiden unversöhnlichen Lagern der nordrhein-westfälischen AfD.
Während jenes um Vincentz eher Tino Chrupalla nahesteht, liegen die Loyalitäten des Lagers um Matthias Helferich bei Alice Weidel. Beiden Bundesvorsitzenden machte Martin Vincentz am Freitagmorgen schwere Vorwürfe. Es gehe ihnen offensichtlich darum, „eine für den Bundesvorstand genehme Landtagsliste zu generieren“, schrieb Vincentz in einem Brief an Weidel und Chrupalla, der der F.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Helferich gegen Esser: Ab hier eskalierte der ParteitagMatthias Helferich führt den Widerstand gegen Vincentz seit Jahren an. Sich selbst bezeichnete er einst als das „freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“ und Deutsche mit Migrationshintergrund als „Viecher“.
Was Experten sagen
Bis Juni lief ein Parteiausschlussverfahren gegen Helferich, das letztlich ohne Erfolg blieb. Er ist zurzeit Bundestagsabgeordneter. Am vergangenen Wochenende trat Helferich für einen der begehrten oberen Listenplätze für die Landtagswahl gegen Klaus Esser an.
Helferich gilt in dem einen Lager als Persona non grata, Esser, der sein Examenszeugnis gefälscht haben soll, im anderen: Das Duell der beiden wurde zum Showdown des Lagerkonfliktes. Sie beschimpften sich in ihren Reden gegenseitig als „Kameradenschwein“. Gewählt wurde schließlich Esser – was dem Vincentz-Lager Auftrieb gab, wurde doch offensichtlich, dass dieses im Härtefall eine Mehrheit der Delegierten zusammenbekommt.
Aus Sorge vor einem Durchmarsch des Vincentz-Lagers bei der Aufstellung der weiteren Kandidaten bremsten Helferichs Verbündete den Parteitag aus, indem sie mehr als 90 Kandidaten für Listenplatz 22 aufstellten. Chats, in denen sich Parteimitglieder zu dieser „Operation Filibuster“ (Operation Dauerrede) organisierten, liegen der F. Initiator war den Chatprotokollen zufolge Sven Tritschler, einer der neu gewählten stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Vertrauter von Alice Weidel.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




