
Ohne Kinder keine Rente: „Junge Menschen wünschen sich eigentlich Kinder – und schieben sie permanent auf“
Ohne Kinder keine Rente : „Junge Menschen wünschen sich eigentlich Kinder – und schieben sie permanent auf“ Von Johannes Pennekamp 27.06.2026, 20:46Lesezeit: 6 Min. 1,35 Kinder je Frau: Die Geburtenrate in Deutschland...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ohne Kinder keine Rente : „Junge Menschen wünschen sich eigentlich Kinder – und schieben sie permanent auf“ Von Johannes Pennekamp 27. 2026, 20:46Lesezeit: 6 Min. 1,35 Kinder je Frau: Die Geburtenrate in Deutschland ist historisch niedrig.
Picture AllianceDeutschland diskutiert die Rentenreform, aber ein wichtiger Punkt wird dabei vergessen: Es kommen viel zu wenige Kinder zur Welt. Der Demograph Martin Bujard erforscht die Ursachen – und sagt, was hilft. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Bujard, die Reformvorschläge der Rentenkommission liegen auf dem Tisch und bekommen viel Zuspruch.
Die Einzelheiten
Nicht zur Sprache kommt allerdings die sehr niedrige Geburtenrate, die das Umlagesystem langfristig belastet. Wie schwerwiegend ist das Problem aus Ihrer Sicht? Eine Geburtenrate von 1,35 Kinder je Frau, wie wir sie aktuell in Deutschland beobachten, bedeutet massive Rentenprobleme für die nächste Generation.
Die jetzige Elterngeneration wird nur zu zwei Dritteln ersetzt, ein Drittel fehlt. Das wird sich auf das Arbeitsmarkt- und Sozialsystem sehr stark auswirken. Diese Zahlen sind sehr, sehr gravierend – auch für das künftige Wirtschaftswachstum und die Staatsfinanzen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Lässt sich der Schrumpfungsprozess durch Zuwanderung kompensieren? Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel Fachkräftezuwanderung aus den süd- und osteuropäischen Ländern gehabt.
Was Experten sagen
Das wird in zwanzig Jahren kaum noch möglich sein. Die Länder haben alle ähnliche Probleme, teils Geburtenraten von 1,2 wie in Polen. Wir reden hier über eine ähnliche Entwicklung in ganz Europa – das kann man nicht einfach im Nachbarland durch Zuwanderung ausgleichen.
Wann hat dieser Negativtrend in Deutschland eigentlich eingesetzt? Martin Bujard ist Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. BiBDer Rückgang hat im Prinzip Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre angefangen.
1975 haben wir in der Bundesrepublik zum ersten Mal eine Geburtenrate von unter 1,5 gehabt, was als sehr niedrig gilt. Seitdem war die Rate sehr kontinuierlich zwischen 1,2 und 1,4 – über vier Jahrzehnte lang. Deutschland war damit lange weltweit und in Europa eines der Schlusslichter.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





