
OPEC ohne die VAE - was heißt das für die Öl- und Spritpreise?
Überraschender Austritt OPEC ohne VAE - was heißt das für Öl und Sprit? Stand: 01.05.2026 • 18:47 Uhr Die OPEC verliert eines ihrer wichtigsten Mitglieder: Nach Streit über die Ölfördermengen treten die Vereinigten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Überraschender Austritt OPEC ohne VAE - was heißt das für Öl und Sprit? 2026 • 18:47 Uhr Die OPEC verliert eines ihrer wichtigsten Mitglieder: Nach Streit über die Ölfördermengen treten die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Öl-Kartell aus. Werden Benzin und Kerosin nun billiger?
Von Heidi Radvilas , ARD-Finanzredaktion Es könnte ein harter Schlag für die OPEC werden: Ab 1. Mai wollen die Vereinigten Arabischen Emirate, seit 1967 Mitglied in der Organisation der erdölexportierenden Länder, nicht mehr Teil der OPEC und der OPEC+ sein. Ökonomen sehen das kritisch: "Im Augenblick ist es nur ein Mitglied, das herausgeht aus der OPEC.
Die Einzelheiten
Es ist aber ein sehr wichtiges Mitglied", sagt Gabriele Widmann, Ökonomin bei der DekaBank. Denn die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den größten Produzenten in der OPEC, die zuletzt zwölf Mitglieder zählte. Auch den um etwa Russland und Brasilien erweiterten Kreis der sogenannten OPEC+ wollen sie nun verlassen.
2026 Emirate verlassen OPEC Ein Schlag ins Gesicht der arabischen Nachbarn Für Saudi-Arabien ist der Schritt laut Experten ein schwerer Schlag - für Präsident Trump hingegen ein Erfolg. mehr Langer Streit um Fördermengen Möglicherweise habe das drastische Konsequenzen, sagt Widmann: "Wir wissen, die OPEC ist inzwischen ja nicht mehr so einig und hat immer wieder auch Streit. Also es könnte schon sein, dass dieses Kartell jetzt anfängt zu bröseln.
" Streit gibt's unter anderem um die sogenannten Förderquoten. Die OPEC legt regelmäßig fest, welches Mitglied welche Mengen fördern darf. Die Ölmenge soll so gesteuert werden, dass der Preis auf einer gewissen Höhe stabil gehalten werden kann.
Was Experten sagen
Das soll das Geschäft der Mitglieder schützen. Der Vorwurf: Geschützt würden vor allem das Geschäft und die Interessen Saudi-Arabiens - das Land gilt als Quasi-Chef der OPEC. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate sehen sich in dem System weit unter ihren Möglichkeiten, könnten deutlich mehr produzieren und verkaufen, wollen wachsen, Marktanteile gewinnen.
Emirate fördern günstiger Jochen Stanzl von der Consorsbank sagt: "Die Emirate haben immer sehr viel Kritik geäußert an der OPEC und an der Politik, die ja sehr stark von Saudi-Arabien bestimmt war. Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass die Emirate immer mehr produziert haben, als das von der OPEC als Quote vorgegeben wurde. " Doch die Emirate wollen nicht nur noch mehr Öl auf dem Weltmarkt verkaufen.
Sie könnten es auch deutlich günstiger anbieten als etwa Saudi-Arabien, sagt Stanzl: "Sie sind im Wettbewerb mit Saudi-Arabien was den (fiskalischen) Break-even-Preis angeht, deutlich im Vorteil: Saudi-Arabien erreicht erst bei 85 Dollar pro Barrel den Break-even, die Emirate schon bei 55 Dollar. 2026 Iran-Krise Erste Ölkonzerne melden sprudelnde Gewinne Die massiv gestiegenen Ölpreise lassen die Gewinne bei den Ölmultis sprudeln.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





