
Osteopathie bei Rückenschmerzen: Wirkt das Verfahren?
Alternative Methode auf dem Prüfstand Hilft Osteopathie bei Kreuzschmerzen? Osteopathie ist eines der beliebtesten alternativen Verfahren bei Schmerzen im unteren Rücken. Doch ob sie auch wirkt, ist hochumstritten. Was...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Alternative Methode auf dem Prüfstand Hilft Osteopathie bei Kreuzschmerzen? Osteopathie ist eines der beliebtesten alternativen Verfahren bei Schmerzen im unteren Rücken. Doch ob sie auch wirkt, ist hochumstritten.
Was nun eine neue wissenschaftliche Analyse sagt. 53 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Heilen mit den Händen: Hält die Osteopathie, was sie verspricht? (Symbolbild) Foto: Noko LTD / E+ / Getty Images Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.
Rückenschmerzen können extrem belastend sein. In Deutschland führen Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems laut dem Dachverband der Betriebskrankenkassen sogar zu den meisten Fehlzeiten im Job. Am häufigsten sind dabei Kreuzschmerzen, also Beschwerden im unteren Rücken.
Viele Betroffene setzen bei der Therapie von Hexenschuss und Co. nicht nur auf etablierte Ansätze wie Physiotherapie oder Schmerzmittel, sondern nutzen auch alternativmedizinische Methoden wie Osteopathie. Bei diesem Verfahren werden die umliegenden Muskeln, Faszien und Gelenke oft durch Handgriffe gelöst und bewegt.
Was Experten sagen
Ob Osteopathie jedoch tatsächlich wirksam ist, wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert . Mehr zum Thema Heilen mit den Händen: Sollte die Osteopathie staatlich geregelt werden? Ein Gastbeitrag von Edzard Ernst Nun liefert ein neuer Evidenzbericht des IGeL-Monitors eine ernüchternde Zusammenfassung.
Der IGeL-Monitor ist ein Gesundheitsportal des Medizinischen Dienstes des Bundes und bewertet sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) nach wissenschaftlichen Standards. Das Fazit der Expertinnen und Experten: Aus den untersuchten Studien und wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten kann kein klarer Nutzen der Methode bei Kreuzschmerzen abgeleitet werden. Einzelne Studien zeigten zwar eine Verbesserung bei Schmerz oder Beweglichkeit – aber diese Studien waren methodisch schwach und die Ergebnisse daher wenig verlässlich.
Die größten und besten Untersuchungen fanden keinen überzeugenden Vorteil gegenüber einer Scheinbehandlung. Außerdem vermuten die Autorinnen und Autoren des Berichts, dass bei einer zentralen Übersichtsarbeit ein sogenannter Publikationsbias dazu geführt haben könnte, dass positive Effekte überbewertet wurden. Ein Publikationsbias kann auftreten, wenn Studien mit negativem Ergebnis nicht veröffentlicht und somit nicht in größeren Analysen berücksichtigt werden können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





