
Parlamentarismus: Mehr Risiko wagen
Parlamentarismus : Mehr Risiko wagen Gastbeitrag Von Michael Roth 06.07.2026, 20:41Lesezeit: 13 Min. Nur für den nächsten Social-Media-Post? Plenum des Bundestags, zur Regierungsbefragung des Kanzlers am 25. März 2026...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Parlamentarismus : Mehr Risiko wagen Gastbeitrag Von Michael Roth 06. 2026, 20:41Lesezeit: 13 Min. Nur für den nächsten Social-Media-Post?
Plenum des Bundestags, zur Regierungsbefragung des Kanzlers am 25. März 2026 mit gefüllten Reihen. dpaDer Bundestag geht in die Sommerpause.
Die Einzelheiten
Die nötige Reform von Struktur und Wahlrecht wurde vertagt. Was nötig wäre: Vereinfachen, Direktmandate stärken, Fehler tolerieren. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wer fast 27 Jahre im Deutschen Bundestag verbracht hat, taugt nur bedingt als neutraler Gutachter des eigenen Systems.
Man ist schnell verdächtig: zu parteiisch, zu betriebsblind, zu sehr Teil jener politischen Klasse, deren Handeln und Selbstinszenierung im Zentrum der Kritik stehen. Ich nehme diesen Verdacht ernst – und schreibe dennoch. Denn wenn es einen Ort gibt, an dem sich die Risse des parlamentarischen Systems besonders deutlich zeigen, dann ist es der Maschinenraum, nicht die Besuchertribüne.
Fast drei Jahrzehnte lang habe ich im Parlament mitgestritten, mitgestaltet, mitverantwortet, habe Koalitionen kommen und gehen, Kanzlerinnen und Kanzler aufsteigen und scheitern, Krisen ganze Legislaturperioden dominieren sehen. Es gab Tage, an denen ich stolz auf dieses Haus war – und andere, an denen ich es vor mir selbst entschuldigen wollte. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Ich war Teil von Entscheidungen, die ich für notwendig und richtig halte, und von Kompromissen, die sich rückblickend als zu vorsichtig oder zu spät herausstellen. Wenn ich im Folgenden von einer Krise des Parlamentarismus spreche, dann nicht als empörter Beobachter am Spielfeldrand, sondern als jemand, der lange mitgespielt hat und nun versucht, das Spiel ehrlich zu beschreiben – inklusive eigener Fehlpässe. Aus dem politischen AlltagMeine Erfahrungen ersetzen keine systematische Studie.
Aber sie sind Material: Beobachtungen aus einem politischen Alltag, der sich von innen anders anfühlt, als er von außen aussieht. Der deutsche Parlamentarismus leidet weniger an einem Mangel an Verfahren und Beteiligungsformaten als an einer Verbindung aus Vertrauens‑, Repräsentations‑, Vermittlungs‑ und Geschwindigkeitskrise. Er ist in Teilen zu langsam, zu risikoavers, zu sehr auf Vorsorge fixiert – in einer Zeit, in der technologischer Wandel und geopolitische Umbrüche Entscheidungen unter Unsicherheit erzwingen.
Michael Roth (SPD) war von 1998 bis 2025 direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages. Lucas BäumlGerade deshalb plädiere ich für einen stärker risikobewussten Parlamentarismus, der schneller entscheidet, Fehlbarkeit institutionell einkalkuliert und Korrekturen systematisch ermöglicht. Das ist kein Ruf nach autoritärer Effizienz und keine Geringschätzung demokratischer Vorsicht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





