
Proxima Fusion: Start-up für Kernfusion mit Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro
Start-up für Magnetfusionskraftwerke Proxima Fusion erreicht Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro Das Start-up Proxima Fusion gilt als deutscher Hoffnungsträger der Kernfusionsenergie. Nun hat das Unternehmen 411...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Start-up für Magnetfusionskraftwerke Proxima Fusion erreicht Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro Das Start-up Proxima Fusion gilt als deutscher Hoffnungsträger der Kernfusionsenergie. Nun hat das Unternehmen 411 Millionen Euro für den Bau eines Reaktors eingesammelt. 15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Anschauungsobjekt von Proxima Fusion Foto: Frank Hoermann / Sven Simon / IMAGO Das Münchner Kernfusions-Start-up Proxima Fusion hat bei einer Finanzierungsrunde 411 Millionen Euro eingeworben und dabei eine Bewertung von mehr als 2,4 Milliarden Euro erreicht. Damit sei man das bestfinanzierte Kernfusionsunternehmen Europas und zähle zu den höchstbewerteten Branchenvertretern weltweit, teilte Proxima mit.
Die Einzelheiten
An der aktuellen Finanzierungsrunde waren auch RWE und Google beteiligt. Zudem sei mit diesen Zusagen privater Investoren unter Führung von XTX Ventures und East X Ventures eine Bedingung für eine Förderung durch den Freistaat Bayern in Höhe von weiteren 400 Millionen Euro erfüllt. »Diese Finanzierung zeigt, dass Deutschland und Europa in der Lage sind, internationales Kapital für strategische Zukunftstechnologien zu mobilisieren«, sagt Francesco Sciortino, Mitgründer und Chef von Proxima Fusion.
Im Wettlauf mit Rivalen aus den USA und China will Proxima in rund fünf Jahren ein Pilotkraftwerk vorstellen. Mithilfe der Investoren RWE und Google soll in den 2030er-Jahren anschließend eine kommerzielle Magnetfusionsanlage auf dem Gelände des früheren RWE-Kernkraftwerks in Gundremmingen bei Augsburg in Betrieb gehen. Dafür hatten Bayern, RWE und Proxima im Februar eine Absichtserklärung unterzeichnet.
Beteiligt ist auch das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, aus dem das Startup hervorgegangen ist. Proxima hat rund 200 Beschäftigte. Start-up setzt auf Geld vom BundBis Anfang der 2030er-Jahre soll in Garching bei München der Demonstrationsreaktor »Alpha« entstehen.
Was Experten sagen
Allein dieser wird mit zwei Milliarden Euro veranschlagt. Um das Geld aufzubringen, setzt das Unternehmen unter anderem auch auf Geld vom Bund: Man hoffe, dass die Ausschreibung für eine entsprechende Förderung im Herbst komme, sagte eine Sprecherin. Schon jetzt werden Teile für Alpha gefertigt.
Der erste Magnet soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden. Die jetzt eingeholten Mittel fließen ebenfalls in den Bau, die Erweiterung von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten sowie die Weiterentwicklung zentraler Technologien. Mehr zum Thema Magnetfusionskraftwerke: Ist das Deutschlands Energieversorgung der Zukunft?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





