
Rechtsextremes Netzwerk: Zwei mutmaßliche Unterstützer der »Letzten Verteidigungswelle« festgenommen
Rechtsextremes Netzwerk Zwei mutmaßliche Unterstützer der »Letzten Verteidigungswelle« festgenommen Sie sollen unter anderem versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft in Brand zu setzen. Die Polizei in Thüringen hat...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Rechtsextremes Netzwerk Zwei mutmaßliche Unterstützer der »Letzten Verteidigungswelle« festgenommen Sie sollen unter anderem versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft in Brand zu setzen. Die Polizei in Thüringen hat zwei mutmaßliche Unterstützer einer rechtsextremen Terrorgruppe festgenommen. 50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Generalbundesanwalt Foto: Christoph Schmidt / dpa Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorgruppe »Letzte Verteidigungswelle« festnehmen lassen. Die beiden Deutschen sollen laut Mitteilung der Behörde mit Komplizen versucht haben, eine Asylbewerberunterkunft im Landkreis Altenburger Land in Brand zu setzen.
Die Einzelheiten
»Dazu schlug die Gruppe ein Fenster ein und versuchte, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Innere des Gebäudes zu schießen«, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei aber nicht ausgebrochen. Ihnen werde unter anderem vorgeworfen, als Jugendliche mit Verantwortungsreife, eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben, teilten die Ermittler mit.
Außerdem wird ihnen unter anderem versuchter Mord zur Last gelegt. Mehrere mutmaßliche Mitglieder vor GerichtDie Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge am Mittwoch in den Landkreisen Altenburger Land und Gera, die Haftbefehle seien am Donnerstag eröffnet worden. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs setzte die Haftbefehle in Vollzug.
Mehr zum Thema Terrorermittlungen gegen »Letzte Verteidigungswelle«: Jung, radikal, gewaltbereit Von Jörg Diehl und Wolf Wiedmann-Schmidt Polit-Influencer: »Stabiler Deutscher« oder »Scheiß-Opferdeutscher« Von Katharina Koerth und Pascal Mühle Die »Letzte Verteidigungswelle« ist eine in mehreren Bundesländern aktive Gruppe junger Neonazis. Seit 2024 rekrutierte sie über soziale Medien wie Instagram, TikTok und Telegram Anhänger. Sie steht schon länger im Visier der Bundesanwaltschaft.
Was Experten sagen
Im Mai 2025 hatten Deutschlands oberste Strafverfolger zunächst fünf mutmaßliche Anhänger der Gruppe festgenommen, die damals zwischen 14 und 21 Jahre alt waren. Drei weitere Verdächtige saßen zu dem Zeitpunkt schon in Untersuchungshaft. Alle acht stehen mittlerweile am Oberlandesgericht in Hamburg vor Gericht.
Mitte März ging die Bundesanwaltschaft dann erneut mit einer bundesweiten Razzia gegen die Gruppe vor. Die »Letzte Verteidigungswelle« versteht sich laut Bundesanwaltschaft als letzte Instanz zur Verteidigung der »Deutschen Nation«. Ihr Ziel sei es gewesen, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems der Bundesrepublik herbeizuführen.
Dazu zählten insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und linke Einrichtungen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




