
Rente: Ökonom Jens Südekum fordert späteren Ruhestand für Akademiker
Bild vergrößern Ökonom Jens Südekum: Längere Lebensarbeitszeit – aber nicht für alle Foto: Jens Gyarmaty / laif Ökonom über die Reform der Altersvorsorge »Warum soll ein Akademiker schon mit 67 Jahren in Rente gehen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Ökonom Jens Südekum: Längere Lebensarbeitszeit – aber nicht für alle Foto: Jens Gyarmaty / laif Ökonom über die Reform der Altersvorsorge »Warum soll ein Akademiker schon mit 67 Jahren in Rente gehen dürfen? « Alle müssen länger arbeiten, heißt es. Der Ökonom Jens Südekum widerspricht: Der SPD-Berater will Facharbeitern eine frühere Rente ermöglichen – und dafür andere länger im Job lassen.
Kann das funktionieren? Ein Interview von Benjamin Bidder 13. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
Die Einzelheiten
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Die Rente muss dringend reformiert werden, so viel ist klar. Dazu berät seit Wochen die Altersvorsorgekommission, Ende Juni sollen die Experten ihre Vorschläge vorstellen. Während das Gremium bislang weitgehend geräuschlos arbeitet, sorgt ein Vorschlag des Düsseldorfer Ökonomen Jens Südekum für Aufsehen.
Südekum schlägt vor, das feste generelle Renteneintrittsalter von bald 67 Jahren nicht weiter zu erhöhen – und zu ersetzen durch eine individualisierte Lösung. Versicherte sollen dann in Rente gehen können, wenn sie die Zahl von 45 Beitragsjahren erreicht haben. Sein Ziel: Facharbeiter und Handwerker, die früh in den Beruf gestartet sind, sollen früher ihren Ruhestand genießen können.
Was Experten sagen
Akademiker hingegen, die oft erst ab Mitte 20 in die Rentenkasse einzahlen, müssten deutlich länger arbeiten. Hier erklärt der Ökonom seine Ideen. SPIEGEL: Herr Südekum, Sie haben etwas geschafft, was mutmaßlich noch keinem Ökonomen in Deutschland vergönnt war: Praktisch alle, die im politischen Berlin etwas zu sagen haben, finden Ihren Rentenvorstoß toll.
Selbst der Kanzler und SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas. Südekum: Das ist mir nicht entgangen und es freut mich natürlich auch. Es zeigt auch, dass mein Vorschlag offenbar einen Nerv trifft.
Aber entschieden ist ja noch nichts. SPIEGEL: Ihrem Vorstoß zufolge soll die Altersgrenze für die Rente nicht mehr für alle allgemein 67 Jahre sein. In Ruhestand soll gehen können, wer 45 Beitragsjahre erreicht hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





