
Rentenkommission: DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Pläne für Altersvorsorge
»Mut und Konsequenz fehlen« DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Pläne der Rentenkommission Das Renteneintrittsalter soll maßvoll steigen, eine Kapitalrente das bisherige System ergänzen. Doch für den Topökonomen Marcel...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. »Mut und Konsequenz fehlen« DIW-Präsident Fratzscher kritisiert Pläne der Rentenkommission Das Renteneintrittsalter soll maßvoll steigen, eine Kapitalrente das bisherige System ergänzen. Doch für den Topökonomen Marcel Fratzscher reicht dies nicht aus, die Schieflage des Systems zu beseitigen. 16 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern DIW-Präsident Marcel Fratzscher: »Schieflage bei der Gerechtigkeit« Foto: Annette Riedl / dpa / picture alliance Noch bevor die Rentenkommission am Dienstag ihre Vorschläge zum Systemumbau bei der Altersvorsorge offiziell vorlegt, beginnt die Kritik daran. Nach Ansicht des Top-Ökonomen Marcel Fratzscher werden die Pläne nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren.
Die Einzelheiten
»Die Reformvorschläge der Rentenkommission gehen in die richtige Richtung, bleiben jedoch insgesamt zu vorsichtig«, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der »Rheinischen Post«. »Den Reformvorschlägen fehlen Mut und Konsequenz, denn sie ändern auf absehbare Zeit nichts Grundlegendes an den drei größten Problemen: der hohen Altersarmut, der zu starken Belastung der jungen Generation und der Schieflage bei der Gerechtigkeit. « Nach SPIEGEL-Informationen wird das 13-köpfige Gremium der Bundesregierung einen umfangreichen Systemumbau vorschlagen.
Dazu gehört die Einführung einer ergänzenden Kapital- oder Ansparkomponente, für die ein Zusatzbeitrag von zwei weiteren Prozentpunkten zum bereits fälligen Rentenbeitrag erhoben werden soll. Das Rentenalter soll maßvoll steigen. Die abschlagsfreie »Rente nach 63«, die nach mindestens 45 Beitragsjahren beantragt werden kann, soll gestrichen werden.
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»Die Vorschläge sollten nachgebessert werden, um vor allem die Grundrente zu stärken und armutsfester zu machen, große Einkommen und Vermögen im Alter stärker zu berücksichtigen und die Finanzierung auf nachhaltigere Füße zu stellen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





