
Russland: Wie ein ehemaliger Frontsoldat Wladimir Putin herausfordert
Kritik an Gewalt und Korruption in der Armee Ein ehemaliger Frontsoldat fordert Putin heraus »Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten«: Ein russischer Ex-Soldat fordert eine Live-Audienz mit Kremlchef...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kritik an Gewalt und Korruption in der Armee Ein ehemaliger Frontsoldat fordert Putin heraus »Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten«: Ein russischer Ex-Soldat fordert eine Live-Audienz mit Kremlchef Wladimir Putin – und erinnert damit ein wenig an Jewgenij Prigoschin. Die Folge: Er sitzt laut Weggefährten bereits in Haft. 36 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ehemaliger russischer Frontsoldat Aleksandr Lunin: »Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten. « Foto: Alexander Lunin via Instagram / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten In seinem Video vom 25. Juni steht Aleksandr Lunin im olivgrünen Tarnanzug und mit mehr als einem halben Dutzend Orden an der Brust vor der Kamera. Hinter ihm ist ein bescheidenes Wohnhaus zu sehen, die Aufnahme ist mutmaßlich in dem Dorf Lisinowka in der Region Woronesch entstanden, wo der ehemalige russische Frontsoldat lebt.
Putin« ist das Video überschrieben – und sein Appell an den russischen Präsidenten hat es in sich. Wenn Putin ihm nicht zeitnah eine live übertragene Audienz gewähre, werde er »die volle Wahrheit darüber sagen, was bei uns im Land passiert«, sagt Lunin. »Dutzende, Hunderte, Tausende Soldaten« würden in der russischen Armee im Arrest sitzen und von ihren Kommandeuren bestraft, mit Folter und Gewalt überzogen, »weil sie sich geweigert haben, dumme, selbstmörderische Befehle zu befolgen, weil sie sich geweigert haben, ihre finanziellen Mittel abzugeben«.
Was Experten sagen
»Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten«Wenn Lunin in nächster Zeit nicht in den Kreml eingeladen werde, um den Regierungsverantwortlichen die Situation zu beschreiben, würden die Folgen »sehr ernst sein«, so der Ex-Soldat. »Dann wird die Armee ihre Waffen gegen den Kreml richten. « Bereits zuvor hatte Lunin in den sozialen Medien die Zustände in den russischen Streitkräften angeprangert.
Er traf sich laut eigenen Angaben auch mit Vertretern der örtlichen Behörden und des Verteidigungsministeriums zum Gespräch über die Missstände. Nicht erst seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gibt es massive Kritik an den teils menschenunwürdigen Zuständen in den russischen Streitkräften, die schlecht ausgerüstet sind und in denen die Offiziere traditionell hart durchgreifen. Immer wieder berichten russische Exilmedien über Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, Drohungen, willkürliche Strafen und Korruption.
Die Zahl der Deserteure, die versuchen, dem Elend zu entkommen, steigt Schätzungen zufolge. Verlässliche Zahlen oder Erhebungen gibt es allerdings nicht. Das Echo auf den aktuellen Video-Appell war gewaltig.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



