
Saharastaub: Europa immer stärker betroffen
Atemwegsbeschwerden Immer mehr Feinstaub aus der Sahara gelangt nach Europa Die Belastung durch feine Staubpartikel aus Nordafrika nimmt zu – besonders in Südeuropa. Das hat Folgen für die Gesundheit gefährdeter...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Atemwegsbeschwerden Immer mehr Feinstaub aus der Sahara gelangt nach Europa Die Belastung durch feine Staubpartikel aus Nordafrika nimmt zu – besonders in Südeuropa. Das hat Folgen für die Gesundheit gefährdeter Gruppen. 04 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Saharastaub auf der griechischen Insel Kreta: Auslöser von Atemwegsbeschwerden Foto: Stefanos Rapanis / Anadolu / ABACAPRESS / ddp aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die Konzentration von Feinstaub aus der Sahara ist in den vergangenen Jahren über weiten Teilen Europas gestiegen.
Betroffen von der Entwicklung ist einer Studie zufolge vor allem Südeuropa – und dort besonders Italien, die Adriaregion und die Ägäis. Als Ursache vermutet ein internationales Forschungsteam im Fachjournal »Nature« die Ausbreitung von Wüsten speziell in Nordafrika sowie veränderte Luftströmungen. Der feine Saharastaub ist auch schon in Deutschland aufgetreten, erkennbar daran, dass sich die Luft gelblich einfärbt.
Generell spielt Staub eine wichtige Rolle für das Klima und die Ökologie der Erde: Er beeinflusst die Sonneneinstrahlung, dient als Kondensationskern bei der Wolkenbildung und verteilt Eisen und andere Nährstoffe über die Erde, wie das Team um Petros Vasilakos und Kaspar Dällenbach vom Paul Scherrer Institut in Villigen im Schweizer Kanton Aargau schreibt. Andererseits kann Feinstaub die Luftqualität verschlechtern und gesundheitliche Folgen haben, etwa für Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Zwar deuteten schon frühere Studien darauf hin, dass in den vergangenen Jahrzehnten vermehrt Staub aus der Sahara und den arabischen Wüsten in Teile Europas gelangte, ein genaues Bild für den gesamten Kontinent fehlte jedoch.
Was Experten sagen
Nun wertete das Team mehr als 18. 000 Feinstaub-Messungen von mehr als 100 Standorten in Europa für die Jahre von 2012 bis 2021 aus und erstellte daraus mithilfe von künstlicher Intelligenz ein Modell für den Kontinent. Dabei konzentrierte es sich auf Metalle und Halbmetalle wie Aluminium (Al), Titan (Ti), Silicium (Si), Calcium (Ca) und Eisen (Fe).
Besonders achtete es auf Aluminium und Titan, die im Gegensatz zu anderen Elementen typisch für transportierten Wüstenstaub sind und weniger aus anderen Quellen stammen wie etwa Verkehr, Bauarbeiten oder Haushalten. »Durch chemische Analysen können wir die Herkunft des bodennahen Feinstaubs daher sehr gut bestimmen«, wird Erstautor Vasilakos in einer Mitteilung zitiert. Stürme sind intensiver gewordenIn dem untersuchten Jahrzehnt stieg die Feinstaubmenge im größten Teil Europas an, vor allem jedoch in Südeuropa, wo die Werte etwa um das 2,5-fache höher waren als im Rest des Kontinents.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





