
Sanktionen gegen Moskau: Deutschland will der Ukraine helfen, aber dann sind da die Fischstäbchen
Sanktionen gegen Moskau : Deutschland will der Ukraine helfen, aber dann sind da die Fischstäbchen Von Thomas Gutschker, Brüssel 13.07.2026, 16:39Lesezeit: 4 Min. Ein Mitarbeiter kontrolliert Fischstäbchen in der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Sanktionen gegen Moskau : Deutschland will der Ukraine helfen, aber dann sind da die Fischstäbchen Von Thomas Gutschker, Brüssel 13. 2026, 16:39Lesezeit: 4 Min. Ein Mitarbeiter kontrolliert Fischstäbchen in der Produktion eines Tiefkühlkost-Herstellers in Bremerhaven.
dpaDie EU-Außenminister verhandeln über das nächste Sanktionspaket gegen Russland. Und beißen sich daran die Zähne aus. Deutschland ist von Russland abhängig – beim Seelachs.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mit dem Wechsel der ungarischen Regierung war in Brüssel eine Hoffnung verbunden: dass es künftig einfacher wäre, Sanktionen gegen Russland zu beschließen. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil eingetreten. Sanktionspaket gegen Russland, das die EU-Kommission vor fünf Wochen vorgestellt hat, beißen sich die Mitgliedstaaten die Zähne aus wie an kaum einem anderen zuvor.
Selbst auf einer Sondersitzung am Sonntag konnten die EU-Botschafter keinen Konsens erzielen – während zugleich die Uhr immer lauter tickte. Deshalb berieten am Montag die Außenminister weiter, die sich in Brüssel trafen. Denn an diesem Mittwoch steht die nächste turnusgemäße Revision des Ölpreisdeckels an, die russische Einnahmen aus Rohöl-Exporten beschränken soll.
Ohne eine Verständigung der Mitgliedstaaten träte dann jedoch das Gegenteil ein: Der Preisdeckel würde automatisch steigen, in diesem Fall sogar über das aktuelle Niveau. Die EU würde also Reeder, die russisches Öl an Dritte exportieren, zwingen, dieses über statt unter dem Marktpreis zu verkaufen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Das liegt an dem Mechanismus, den die Mitgliedstaaten mit dem 18. Sanktionspaket im September 2024 beschlossen haben. Demnach wird der Preisdeckel alle sechs Monate automatisch neu berechnet, auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktpreises für ein Fass der Sorte Urals in den vorigen 22 Wochen, abzüglich 15 Prozent.
Februar dieses Jahres liegt dieser Deckel bei 44,10 US-Dollar. Infolge des Irankriegs ist der Preis dann aber zwischenzeitlich in die Höhe geschossen. -Berechnungen müsste er nunmehr auf 48 US-Dollar steigen, während der aktuelle Marktpreis bei etwa 42 US-Dollar liegt – was Russland einen kräftigen Aufschlag verschaffen würde.
Griechische Reeder machen Reibach mit ÖllieferungenDiese Entwicklung war schon absehbar, als Ursula von der Leyen Anfang Juni das neue Sanktionspaket vorstellte. Deshalb schlug die EU-Kommissionspräsidentin seinerzeit vor, den geltenden Preisdeckel für sechs Monate einzufrieren und somit die automatische Anpassung auszusetzen. Dagegen stemmten sich jedoch jene Staaten, in denen die großen Reedereien sitzen, die weiter russisches Öl liefern, mit Griechenland an der Spitze.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





