
Scaloni und de la Fuente: Diener des Spiels
Scaloni und de la Fuente : Diener des Spiels Ein Kommentar von Christian Kamp, New York 17.07.2026, 16:41Lesezeit: 3 Min. Argentinische Gewalten: Lionel Scaloni hat auch mit Lionel Messi etwas zu regeln.AFPAuf dem...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Scaloni und de la Fuente : Diener des Spiels Ein Kommentar von Christian Kamp, New York 17. 2026, 16:41Lesezeit: 3 Min. Argentinische Gewalten: Lionel Scaloni hat auch mit Lionel Messi etwas zu regeln.
AFPAuf dem Spielfeld dominieren die Stars die WM, doch auf den Trainerbänken sind es zwei Normalos, die ihre Teams ins Finale geführt haben. Darin steckt eine Botschaft, die auch für den DFB interessant sein könnte. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Foto des jungen Lionel Messi und des noch viel jüngeren Lamine Yamal, das gerade auf allen Kanälen verbreitet wird, ist nicht neu.
Die Einzelheiten
Es diente schon vor zwei Jahren nach dem spanischen EM-Triumph als Emblem für eine Generationenfolge im Weltfußball. Dass es aber noch einmal so aktuell werden würde, hätte kaum jemand gedacht. Es ist bei allem, was diese Weltmeisterschaft an Erwartbarem hervorgebracht hat, eine Überraschung, dass sich Argentinien und Spanien, Messi und Yamal, im großen Finale an diesem Sonntag begegnen.
LiveblogSpielplanTabellenSonderseiteDFB-Team Und dann auch wieder nicht. Denn auch wenn keine Fotos viral gehen, die Luis de la Fuente und Lionel Scaloni zusammen zeigen, steckt in diesem Motiv auch eine emblematische Botschaft dieser WM. Während auf dem Spielfeld die Stars das Turnier dominiert haben wie selten zuvor, sind es auf den Trainerbänken die Normalos.
Nicht die hochdekorierten Klubtrainer, die schon als Marken zu den Nationalmannschaften kommen und dabei manchmal zu viel wollen, weil sie nicht anders können. Und vielleicht könnte sich der Deutsche Fußball-Bund, der sich gerade dem selbst erklärten „Normal One“ an den Hals warf, doch zumindest kurz einmal auch mit dieser WM-Geschichte auseinandersetzen. Weil es vor allem auf die Idee ankommt.
Was Experten sagen
Generationenfolge: Lamine Yamal, sechs Monate alt, wird 2007 von Lionel Messi, 20, nassgemacht. APLuis de la Fuente war der Ausbilder von Lionel Scaloni in der spanischen Trainerakademie, beide sind den Weg durch die Verbandsinstanzen gegangen, de la Fuente ein bisschen länger, Scaloni ein bisschen kürzer. Beiden hat es Argwohn mit auf dem Karriereweg gegeben, den Verdacht gebracht, nicht gut genug zu sein.
Über Scaloni sagte Diego Maradona einmal, dass er nicht einmal dazu tauge, den Verkehr zu regeln, wie das denn dann mit der Nationalmannschaft gehen solle. Nun, Scaloni verstand seine Arbeit so wie sein Lehrer de la Fuente darin, in erster Linie Diener einer Idee und seiner Spieler zu sein. Mentalitätsmonster und PasstyrannenBeide profitieren auch bei diesem Turnier davon, dass sie viele ihrer Spieler schon länger begleitet haben.
Weil sie das offenkundig gut gemacht haben, schafft das Vertrauen. Fügt man dann noch die Zeit hinzu, die beide nun schon im Amt sind, versteht man, warum die beiden besten Teams auch – Messi hin, Yamal her – die am besten abgestimmten sind.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




