
Schifffahrt: Reedereien setzen trotz Irankrieg auf fossile Brennstoffe
Weniger Vertrauen in Alternativen Reedereien setzen trotz Irankrieg auf fossile Brennstoffe Die Krise an der Straße von Hormus hat bewiesen, wie empfindlich die Schifffahrt für Störungen ist. Nun zeigt eine Umfrage,...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Weniger Vertrauen in Alternativen Reedereien setzen trotz Irankrieg auf fossile Brennstoffe Die Krise an der Straße von Hormus hat bewiesen, wie empfindlich die Schifffahrt für Störungen ist. Nun zeigt eine Umfrage, dass viele Unternehmen künftig dennoch auf Öl setzen wollen – oder auf Atomkraft. 12 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Nachschub für Cosco-Frachter mit Methanol-Antrieb Foto: Zhang Jingang / Avalon / Photoshot / picture alliance Die Energiewende wird offenbar auch in der Schifffahrt zunehmend infrage gestellt. Das ist das Ergebnis einer jährlichen Umfrage der Internationale Schifffahrts-Kammer ICS unter ihren Mitgliedern.
Die Einzelheiten
Demnach stieg das Vertrauen in konventionellen Öl-Kraftstoff von 41 auf 50 Prozent, ungeachtet der weltweiten Probleme infolge des Irankriegs. Gleichzeitig sank das Vertrauen in alternative Antriebsformen dramatisch: Nur noch zwölf Prozent der befragten Führungskräfte äußerten sich überzeugt, dass Ammoniak im kommenden Jahrzehnt kommerziell nutzbar sein könnte – im vergangenen Jahr sagten das noch 31 Prozent. Bei Wasserstoff ging das Vertrauen von 18 auf zehn Prozent zurück.
Die »Financial Times« (FT) hatte zuerst über die Erhebung berichtet. Als maßgeblichen Grund zitiert der Bericht einen Stimmungsumschwung unter Kunden. Immer weniger von ihnen seien bereit, für weniger schädliche Transportformen einen Aufpreis in Kauf zu nehmen.
»Alle wollen umweltfreundlich sein, aber niemand will dafür bezahlen«, zitiert das Blatt Alexander Saverys, Vorstandsvorsitzender von CMB Tech, einem der größten börsennotierten Schifffahrtsunternehmen. Obwohl sich die 176 Mitgliedsländer der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) geeinigt hatten, die Schifffahrtsemissionen bis 2050 auf »Netto-Null« zu reduzieren, sei der Vorschlag praktisch gescheitert, heißt es weiter. Die IMO ist eine Sonderorganisation der Uno.
Was Experten sagen
Ursprüngliches Ziel der Gespräche war es, eine weltweite Bepreisung von CO₂-Emissionen in der Schifffahrt einzuführen – was unter anderem an einer Blockade durch die USA scheiterte. Laut FT stieg der globale CO₂-Ausstoß in der maritimen Schifffahrt seit 2020 Jahr für Jahr weiter an. Der Wechsel auf weniger klimaschädliche Antriebsformen und Kraftstoffe ist auch deshalb wichtig, weil neu gebaute Schiffe in der Regel für Jahrzehnte eingesetzt werden.
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Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





