
Schisma in der Weltkirche: Piusbrüder stellen sich gegen Papst und weihen Bischöfe
Schisma in der Weltkirche : Piusbrüder stellen sich gegen Papst und weihen Bischöfe Von Matthias Rüb, Écône 01.07.2026, 11:40Lesezeit: 4 Min. Die neu geweihten Bischöfe der Piusbrüder Marc Hanappier, Michel Poinsinet de...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schisma in der Weltkirche : Piusbrüder stellen sich gegen Papst und weihen Bischöfe Von Matthias Rüb, Écône 01. 2026, 11:40Lesezeit: 4 Min. Die neu geweihten Bischöfe der Piusbrüder Marc Hanappier, Michel Poinsinet de Sivry, Michael Goldade und Pascal Schreiber neben dem Konsekratoren Bernard Fellay während der Bischofsweihe am 1.
AFPDamit sind bisherige wie neue Bischöfe automatisch aus der katholischen Kirchengemeinschaft ausgeschlossen. Was Sie zu dem Ereignis wissen müssen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Vor vielen tausend Teilnehmern haben die Piusbrüder am Mittwoch vier Priester ihrer Gemeinschaft in der Schweiz zu Bischöfen geweiht – gegen das ausdrückliche Verbot von Papst Leo XIV.
Die Einzelheiten
Damit sind bisherige wie neue Bischöfe laut dem Kirchenrecht automatisch exkommuniziert, also aus der katholischen Kirchengemeinschaft ausgeschlossen. Der Vatikan und auch Leo XIV. hatten die Bruderschaft bis zuletzt gewarnt.
Leo bat sie, „das geistliche Wohl der Gläubigen sorgfältig zu bedenken“. Denn durch den schismatischen Akt der Weihe würden sie ihre Anhänger des „Empfangs der Sakramente berauben“. Der Papst würdigte aber ihre große Verbundenheit mit der Liturgie, ihr Engagement in der Priesterausbildung und ihren „Wunsch nach Treue zur Tradition“.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Wer sind die Piusbrüder? Die traditionalistische Priesterbruderschaft St.
Was Experten sagen
ist nach Papst Pius X. benannt, der während seines Pontifikats von 1903 bis 1914 als „konservativer Reformer“ die Weltkirche mittels Rückbesinnung auf ihre Traditionen gegen die Einflüsse der Moderne zu wappnen versuchte. 1970 gründete der französische Erzbischof Marcel Lefebvre dann die „Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X“ (FSSPX), wie die Priesterbruderschaft auf Lateinisch heißt.
Lefebvre und seine erzkonservativen Mitstreiter lehnten – und lehnen – wesentliche Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils, das von 1962 bis 1965 dauerte, ab. Sie halten sie für einen modernistischen Irrweg und eine quasi-protestantische Aufweichung der dogmatischen und liturgischen Grundlagen der Weltkirche. Warum stehen die Piusbrüder mit dem Vatikan im Konflikt?
Die Piusbruderschaft betrachtet sich selbst als treuen Bestandteil der Weltkirche und in Einheit mit dem Papst. Sie lehnt aber unter anderem das Bekenntnis zur Religionsfreiheit, das mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil kam, ab. Ebenso weist sie die Bereitschaft zum ökumenischen Dialog mit anderen christlichen Konfessionen und Religionen sowie die neue Form der Liturgie unter maßgeblicher Verwendung der jeweiligen Landessprache zurück.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





