
Schöner schreiben: Wie Rainald Goetz die deutsche Sprache zum Klingen bringt
Schöner schreiben Rave-Poet Goetz: Und der Bum-bum-bum sagte: “geil geil geil geil geil …“ Unser Kolumnist zeigt an Beispielen aus der Literatur, wie kraftvoll die deutsche Sprache sein kann. Folge 135: Rainald Goetz...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schöner schreiben Rave-Poet Goetz: Und der Bum-bum-bum sagte: “geil geil geil geil geil …“ Unser Kolumnist zeigt an Beispielen aus der Literatur, wie kraftvoll die deutsche Sprache sein kann. Folge 135: Rainald Goetz macht Musik. Die Deutschkolumne von Hauke Goos 14.
51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Schriftsteller Goetz 2013 Foto: Daniel Maurer / dpa / picture alliance Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+.
Die Einzelheiten
Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Man denkt doch eigentlich – oder kommt mir das nur so vor? – : weil es das Muster gibt, allein schon deshalb, WEIL es so überdeutlich ist, kann und wird man sein Opfer nicht werden, nicht sein.
– Rainald Goetz, Rave Es gibt Schriftsteller, sehr selten kommt das vor, deren Bücher man weniger liest als vielmehr hört. Genauer: Man liest die Wörter und Sätze, als wären es Noten; man liest den Text, als handelte es sich um eine Partitur. Die Bilder, Szenen und Gedanken klingen bei diesen Autoren.
Man kann ihre Texte nicht hören, weil sie Rhythmus, Tempo, Melodie, Wohlklang haben – das haben andere Texte auch. Sondern weil der Text Rhythmus, Melodie, Wohlklang ist; das ist ein entscheidender Unterschied. Anzeige Die Magie der deutschen Sprache Hauke Goos Ein SPIEGEL-Buch: 50 literarische Glanzlichter von Kafka bis Loriot Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt Seitenzahl: 208 Ein SPIEGEL-Buch: 50 literarische Glanzlichter von Kafka bis Loriot Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt Seitenzahl: 208 Für 20,00 € kaufen Preisabfragezeitpunkt 14.
Was Experten sagen
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Er schreibt nicht musikalisch, das tun viele, sondern er schreibt Musik, Sprachmusik. Das, was er schreibt, kann man, wenn man komplett unmusikalisch ist, natürlich lesen, man kann’s aber auch, wenn man Glück hat, hören, und wenn man sehr großes Glück hat, wird man beim Lesen seiner Texte selbst musikalisch. Goetz wurde berühmt, weil er sich beim Ingeborg-Bachmann-Vorlesen mal mit einem Rasiermesser die Stirn aufgeritzt hat.
Das ist inzwischen viele Jahre her, aber weil der Literaturbetrieb sich nach dem Irren, Unberechenbaren, leicht Durchgeknallten sehnt, ist diese Geschichte immer noch das Erste, was Leuten zu Goetz einfällt: Ist das nicht der, der damals … Ohne Musik, hat Nietzsche mal gesagt, wäre das Leben ein Irrtum; dasselbe gilt ja wohl für Literatur.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





