
Schweiz: Bürger stimmen laut Hochrechnung gegen Begrenzung der Bevölkerungszahl
55 Prozent der Schweizer stimmen laut Hochrechnung gegen Begrenzung der Bevölkerungszahl Bei einer Volksentscheidung haben die Schweizer darüber abgestimmt, ob die Bevölkerungszahl bis 2050 bei zehn Millionen Einwohnern...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. 55 Prozent der Schweizer stimmen laut Hochrechnung gegen Begrenzung der Bevölkerungszahl Bei einer Volksentscheidung haben die Schweizer darüber abgestimmt, ob die Bevölkerungszahl bis 2050 bei zehn Millionen Einwohnern gedeckelt werden soll. Nun liegt die erste Hochrechnung vor. 32 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Wahllokal in Bern während der Volksabstimmung Foto: Stefan Wermuth / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Bei der Schweizer Volksabstimmung über eine Begrenzung der Migration hat eine Mehrheit das Vorhaben ersten Hochrechnungen zufolge abgelehnt.
Sowohl der öffentlich-rechtliche Sender SRF als auch das Portal »Blick« und der »Tages-Anzeiger« berichten unter Berufung auf ihre Hochrechnungen, dass rund 53 bis 55 Prozent der Schweizer gegen eine Bevölkerungsbegrenzung gestimmt haben. Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen begrenzen. Dafür sollten, wenn es auf den Grenzwert zugeht, zunächst Asyl und Familiennachzug eingeschränkt werden, in letzter Konsequenz auch die Freizügigkeit für EU-Bürger.
Derzeit hat die 9,1 Millionen Einwohner. Die SVP hat nach mehreren gescheiterten Vorstößen gegen Migration ihr Anliegen dieses Mal als »Nachhaltigkeitsinitiative« deklariert. Vordergründig hieß es, die Vorlage wolle Ressourcen schonen, unverbaute Landschaften garantieren, Staus abbauen, überfüllte öffentlichen Verkehrsmittel entlasten und Kriminalität senken.
Was Experten sagen
Die SVP machte aber keinen Hehl daraus, dass es ihr im Kern um eine Begrenzung der Migration ging. Die Schweizer Regierung lehnt die Initiative ab. »Sie ist ein leeres Versprechen: Ein Bevölkerungsdeckel löst kein einziges Problem«, sagte Justizminister Beat Jans, ein Sozialdemokrat.
»Sie beschert uns nur viele neue Probleme. «Die Regierung verweist darauf, dass der Fachkräftemangel ohne Zuwanderung nicht gelöst werden könne. Zudem werde die Überalterung zum Problem, wenn keine Zuwanderer kommen, die höhere Steuern als Rentner zahlen und die Rentenkassen füllen.
Die SVP ist zwar seit 1999 wählerstärkste Partei. Weil in der Schweiz aber traditionell die vier größten Parteien zusammen regieren und stets Kompromisse suchen, kann sie ihre Politik nicht voll umsetzen. In Kürze mehr bei SPIEGEL.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





