
Sicherheit in Innenstädten: Eine Lücke reicht
Sicherheit in Innenstädten : Eine Lücke reicht Von Markus Wehner, Erfurt 06.05.2026, 17:59Lesezeit: 3 Min. Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig wird die betroffene Fußgängerzone an der Zufahrt am Mittwoch mit...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sicherheit in Innenstädten : Eine Lücke reicht Von Markus Wehner, Erfurt 06. 2026, 17:59Lesezeit: 3 Min. Nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Leipzig wird die betroffene Fußgängerzone an der Zufahrt am Mittwoch mit sogenannten Oktablocks gesichert.
dpaIn Leipzig tötete ein Mann Menschen in der Fußgängerzone, weil eine Zufahrt nicht versperrt war. Was haben andere Städte unternommen, in denen es Amokfahrten gab? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Ungehindert konnte ein 33 Jahre alter Deutscher am Montag durch die Fußgängerzone der Leipziger Grimmaischen Straße rasen, er tötete zwei Menschen und verletzte sechs weitere.
Die Einzelheiten
Zum Stehen kam er erst an der Thomaskirche. Denn dort standen mehrere Poller. Am Augustusplatz hingegen, wo er in die Fußgängerzone eingebogen war, fehlten sie.
Nun soll dort eine feste Zugangssperre aufgebaut werden, wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ankündigte. Zugleich sagte er jedoch, dass es absolute Sicherheit nicht geben kann. Aber ebenso stimmt, dass Poller Autos aufhalten oder stark abbremsen können.
Dafür darf das Schutzsystem allerdings keine Lücken haben. In Leipzig gibt es zwar zahlreiche Poller rund um die Fußgängerzone, aber eben auch eine Lücke, die der Amokfahrer nun ausgenutzt hat. Journalisten der „Leipziger Volkszeitung“ haben zudem schon am Tag nach der Amokfahrt festgestellt, dass ein großer Teil der rund um die Fußgängerzone befindlichen Poller dauerhaft abgesenkt war.
Was Experten sagen
Zudem ließen sich viele Poller über Gehwege umfahren. Und es gibt darüber hinaus ein halbes Dutzend Passagen, durch die ein Auto in die Fußgängerzone einfahren könnte. Ein wirkliches Sicherheitskonzept für die Innenstadt fehlt also noch.
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche deutsche Städte viele Millionen Euro ausgegeben, um Fußgängerzonen, Weihnachtsmärkte, Stadtfeste, Rathäuser, Synagogen und touristische Sehenswürdigkeiten mit Pollern zu schützen. Was haben die Städte getan, in denen es Anschläge und Amokfahrten gab? In Mannheim, wo im März 2025 ein Mann sein Auto in die Fußgängerzone steuerte, zwei Menschen tötete und elf verletzte, hat die Stadt mehrere Anlagen mit elektronisch versenkbaren Pollern in den Seitenstraßen und zusätzlich feste Poller an Fußgängerüberwegen installiert.
Damit soll verhindert werden, dass Autos in den Bereich einfahren können. Neben Pollern sollen auch Bänke oder Pflanzkübel unberechtigte Zufahrten verhindern. Versenkbare Poller haben Vorteile – und auch RisikenDie Stadt Magdeburg war von einer Amokfahrt auf ihrem Weihnachtsmarkt betroffen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





