
So isst Politik: Bei einer Bratwurst wurde schon so mancher Friede geschlossen
So isst Politik : Im Regierungsviertel hat die Bratwurstsaison begonnen Von Friederike Haupt 09.05.2026, 12:29Lesezeit: 2 Min. :-): Ungewöhnlich freundlich für Berliner VerhältnisseFriederike HauptHauptstadtpolitiker...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. So isst Politik : Im Regierungsviertel hat die Bratwurstsaison begonnen Von Friederike Haupt 09. 2026, 12:29Lesezeit: 2 Min. :-): Ungewöhnlich freundlich für Berliner VerhältnisseFriederike HauptHauptstadtpolitiker kaufen ihre Bratwurst zwischen Baum 6 und Baum 7 neben dem Reichstagsgebäude.
Das ist durchaus ein politischer Vorgang. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Grillsaison beginnt. Das hat erhebliche Auswirkungen auf das Geschehen im politischen Berlin.
Die Einzelheiten
Die Bratwurst spielt bekanntlich eine herausgehobene Rolle, nicht nur als Imbiss, sondern auch als Symbol für deutsche Lebensart; deshalb verzehren Politiker sie gern zum Ausdruck ihrer Nähe, ja Zugehörigkeit zum Volk. Das ist einerseits ein PR-Manöver, vor allem, wenn sie sich mit dem Bratwurstbrötchen fotografieren oder filmen lassen. Andererseits haben viele auch einfach Lust auf Wurst.
Die vergeht ja nicht plötzlich, nur weil man Politiker wird. So wird die Bratwurst in Berlin gewissermaßen vieldeutig gegessen. Ein guter Ort, um das zu beobachten oder sogar selbst zu tun, ist der Wurstimbiss „Wurst :-)“.
Er liegt zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor beziehungsweise „zwischen Baum 6 und Baum 7“, wie eine Kreidetafel vor der Wurstausgabe verkündet. Dahinter beginnt gleich das große Grün des Tiergartens. Bekannt ist die Bude dafür, dass hier neben Touristen auch Politiker aus den nahen Büros verkehren.
Was Experten sagen
Oder vielmehr: früher verkehrten? Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen An diesem regnerischen Dienstag lässt sich jedenfalls zur Mittagszeit kein Promi sehen.
findet sich aber ein politischer Kommunikator ein, der in einschlägigen Kreisen auch als „Kubicki unter den Pressesprechern“ bekannt ist, mithin das deutliche Wort nicht scheut. Was ist seine Einschätzung: Wird im politischen Betrieb weniger Bratwurst gegessen als früher? :-(: Bei schlechter Stimmung hilft Wurst.
Friederike HauptSchwer zu überblicken, sagt der Mann. Jedenfalls sei ein entscheidender Faktor hinzugekommen, den es vor zehn oder gar fünfundzwanzig Jahren noch nicht gegeben habe: unzählige Lieferdienste, die Bowls, Pizzas und Burger in Parteizentralen, Ministerien und Bundestagsbüros brächten. Abgesehen davon, dass Bratwürste massiv an Qualität einbüßen würden, wenn man sie eine Dreiviertelstunde in der Warmhaltebox durch Berlin transportiert, liegt dann näher, entweder etwas Gesundes oder gleich etwas richtig Ungesundes zu bestellen und nicht die Bratwurst, die irgendwo dazwischen anzusiedeln ist.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





