
Social Media: EU-Kommission fordert Ende des Endlosscrollens bei Instagram
Soziale Medien EU-Kommission fordert Ende des Endlos-Scrollens bei Instagram Gerade Jugendliche scrollen gern stundenlang in ihren Social-Media-Feeds. Brüssel bezichtigt den US-Konzern Meta, ungesunde Nutzung gezielt zu...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Soziale Medien EU-Kommission fordert Ende des Endlos-Scrollens bei Instagram Gerade Jugendliche scrollen gern stundenlang in ihren Social-Media-Feeds. Brüssel bezichtigt den US-Konzern Meta, ungesunde Nutzung gezielt zu fördern und damit gegen europäisches Recht zu verstoßen. 21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Social-Media-Nutzerin: Kommission warnt vor exzessiver und zwanghafter Nutzung Foto: Urupong / iStockphoto / Getty Images Endloses Scrollen gehört für viele Social-Media-Plattformen zum Geschäftsmodell: Dank personalisierter Algorithmen, automatisch startenden Videos und einem endlosen Nachschub an neuen Beiträgen können sich gerade Jugendliche und anfällige Erwachsene ein solch ungesundes Nutzungsverhalten angewöhnen. Die EU-Kommission wirft nun Meta im Rahmen eines Verfahrens vor, bei seinen Plattformen Facebook und Instagram gezielt suchtfördernde Designs einzusetzen.
Die Einzelheiten
Wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA) der EU könnten dem US-Konzern hohe Strafen bis zu sechs Prozent des weltweiten Konzernumsatzes drohen. Der US-Konzern zeigt sich jedoch keiner Schuld bewusst. Zwar gibt es noch keine offizielle medizinische Diagnose für eine sogenannte Social-Media-Sucht, aber aktuelle Studien zeigen ein beunruhigendes Bild der Mediennutzung.
Laut einer Erhebung der Krankenkasse DAK zeigen 21,5 Prozent der Zehn- bis 17-Jährigen eine riskante Nutzung. In den USA müssen sich die US-Konzerne derzeit gegen eine regelrechte Prozesslawine wehren, viele andere Staaten planen Social-Media-Verbote für Jugendliche. Meta verweist auf Teen-KontenZwar haben Plattformen wie TikTok und Instagram inzwischen eigene Maßnahmen ergriffen, mit denen die Nutzung der Plattformen von Jugendlichen eingeschränkt und von Eltern kontrolliert werden können.
Laut Feststellung der EU-Kommission haben diese Maßnahmen jedoch nicht zu einer wirksamen Risikominimierung geführt. Gerade niedrigschwellige Formate wie Stories und Reels könnten zu einer »exzessiven oder zwanghafter Nutzung der Dienste« führen, während die Kontrollfunktionen für Eltern große technische Kenntnisse erforderten. Um das Risiko wirksam zu minimieren schlägt die Brüsseler Behörde einschneidende Änderungen vor.
Denkbar sei etwa, Funktionen wie Autoplay und endloses Scrollen standardmäßig zu deaktivieren, wirksame Bildschirmzeit-Pausen einzuführen und das Empfehlungssystem so anzupassen, dass es weniger auf eine hohe Verweildauer ausgerichtet ist. Mehr zum Thema TikTok, Instagram, YouTube: Fünf unangenehme Wahrheiten zu Social-Media-VerbotenEine Analyse von Torsten Kleinz 8 Min Zur Merkliste hinzufügen 8 Min Zur Merkliste hinzufügen Digitale Jugend: Immer mehr Länder verbieten Kindern Social Media. Folgt nun Deutschland?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



