
Soziale Plattformen untätig bei KI-Fälschungen zum Holocaust
faktenfinder Tag der Befreiung KI-Inhalte zum Holocaust verfälschen Geschichte Stand: 08.05.2026 • 18:16 Uhr Bereits seit längerer Zeit werden die Sozialen Netzwerke mit Bildern und Videos geflutet, die den Holocaust...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. faktenfinder Tag der Befreiung KI-Inhalte zum Holocaust verfälschen Geschichte Stand: 08. 2026 • 18:16 Uhr Bereits seit längerer Zeit werden die Sozialen Netzwerke mit Bildern und Videos geflutet, die den Holocaust zeigen sollen. Gedenkstätten und Historiker schlagen Alarm, doch die Fakes sind weiter stark verbreitet.
Von Pascal Siggelkow, ARD-faktenfinder und Carla Reveland, tagesschau. de "Henek, ein Geiger, wurde gezwungen, im Lagerorchester mitzuspielen. Seine Aufgabe: Musik zu spielen, während Mitgefangene in die Gaskammern geführt wurden", heißt es in einem Facebook-Beitrag.
Die Einzelheiten
Ein Mädchen habe sich umgedreht und geflüstert: "Deine Musik ist das Letzte, was ich höre. " Henek habe den Krieg überlebt und nie wieder eine Geige angerührt, wird in dem Beitrag geschrieben, der über 10. 000 Mal geliked und mehr als 5.
000 Mal geteilt wurde. Das Bild dazu zeigt einen ausgemergelten Mann, der Geige spielt. Hinter ihm laufen abgemagerte Männer.
Weder die Geschichte noch das Bild ist echt. Das Bild ist KI-generiert, die Geschichte erfunden. Der Beitrag wurde im Sommer 2025 auf Facebook gepostet - und ist noch immer online verfügbar.
Was Experten sagen
Jeden Tag kommen Hunderte bis Tausende solcher geschichtsverfälschenden KI-generierten Inhalte dazu. Auf Facebook etwa gibt es zahlreiche Gruppen, die nur aus solchen Inhalten bestehen - und damit Geld verdienen. Soziale Plattformen bleiben untätig "Indem sie solchen Verzerrungen erlauben, an die Oberfläche zu kommen, zu zirkulieren und Sichtbarkeit zu gewinnen, tragen Plattformen wie Meta direkt zur Erosion des faktenbasierten Verständnisses der komplexen Geschichte von Auschwitz bei, die wir zu schützen versuchen", schreibt das Auschwitz Museum in einem Post auf X Anfang Mai.
Es sei keine Reaktion seitens der Sozialen Netzwerke erfolgt, obwohl auf die KI-generierten Bilder und Videos zum Holocaust sowie Gruppen und Ersteller hingewiesen wurde. "Heute zeigen Suchanfragen nach 'Auschwitz' auf Facebook zunehmend manipulierte, KI-generierte Videos anstelle authentischer historischer Dokumentationen. " Das verfälsche nicht nur die Geschichte, sondern verunglimpfe aktiv das Andenken der Opfer, so das Auschwitz Museum.
Bereits im Januar hatten viele Einrichtungen historisch-politischer Bildung einen offenen Brief veröffentlicht, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Sie forderten unter anderem, dass die Sozialen Netzwerke stärker gegen geschichtsverfälschende KI-Inhalte vorgehen sollen. Doch viel passiert ist seitdem nicht, sagt Clara Mansfeld von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





